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Newsletter-Inhalte: das Nützliche mit dem Werblichen geschickt verbinden

Author

16 Apr 2012

Robert Brandl

purepepper

Das Ziel eines jeden Newsletter sollte zunächst einmal sein, dass dieser überhaupt geöffnet wird. Wer als Inhalt hauptsächlich Werbung in seinen Newsletter packt, riskiert damit seine Leserschaft zu verprellen, wenn diese nicht als relevant angesehen wird.

Mit E-Mails die lediglich „kauf, kauf, kauf!“ schreien, kann kurzfristig vielleicht sogar der Umsatz ansteigen, allerdings braucht sich niemand wundern, wenn Öffnungen wie auch Klickraten kontinuierlich in den Keller gehen.

Mir fallen drei Ansätze ein, wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann:

1. Nützliche Inhalte mit Werbung verbinden

Im Bereich des E-Commerce kann dieser Ansatz recht gut funktionieren. Ein Nahrungsmittel wird sich z.B. besser verkaufen, wenn man gleich ein Rezept im Newsletter mitliefert. Beispiel Pure Pepper liefert Rezepte für seine Pfeffer-Connoisseure (siehe Bild oben).

Ein weiteres Beispiel für das Einflechten eines Produktes in ein anderes Thema kommt von Mymuesli. Hier geht es ums „Abnehmen“ – damit verkauft sich das Müsli mit einem konkreten Nutzwert.

mymuesli newsletter

Wichtig: Empfänger, die man so weit gebracht hat, dass sie tatsächlich kaufen wollen, sollte man es so einfach wie möglich machen – Stichwort „Call to Action“. Der Kunde soll nicht erst lange suchen müssen, bis er den Link zum Online Shop findet. Besonders bei Produkten mit eher geringem emotionalen Involvement sollten Sie das beachten.

2. Statusreports mit Werbung verbinden

Ich erhalte Newsletter von einigen Affiliate-Plattformen. Diese Anbieter bewerben meistens ihre neu hinzugekommenen Partnerprogramme und sind fast ausnahmslos ziemlich schlecht. Man bekommt alles Mögliche, egal wie irrelevant es tatsächlich ist: vom Partnerprogramm für Küchenausstatter bis hin zu Autozubehör.

Zanox hatte die clevere Idee, diese Werbung in den wöchentlichen Provisionsreport zu integrieren – denn der wird ziemlich sicher gelesen. Die Angebote sind deswegen zwar nicht relevanter, aber man hat zumindest die Chance sie zu bemerken.

Das Gleiche ist z.B. denkbar für Online Rechnungen oder alles andere was regelmäßig versendet wird und dem Empfänger wichtig ist.

zanox newsletter

zanox newsletter2

3. Werbung komplett in den Hintergrund drängen

Letztendlich gibt es dann noch die Möglichkeit, die Werbung komplett zurückzufahren. Das macht Sinn, wenn man beispielsweise Bestandskunden, die einen Laufzeitvertrag abgeschlossen haben, bei Laune halten möchte. Dieser Ansatz kommt übrigens am nähesten an den Newsletter der Zukunft heran, den wir bereits in einem separaten Blogpost besprochen hatten. Hier leistet der Newsletter einen Beitrag zur Markenbildung.

Es geht dabei darum dem Kunden dabei zu helfen das Produkt bestmöglich einzusetzen, um so die Zufriedenheit zu steigern. Ein wichtiger Bestandteil ist der Rückkanal: so soll der Newsletter-Empfänger die Möglichkeit haben, Kommentare abzugeben und Fragen zu stellen. Abwickeln kan man das z.B. über einen Blog, die Facebook-Seite oder ganz klassisch über ein Kontaktformular.

Ein Beispiel ist Jimdo, die Ihre User über neue Features informieren:

jimdo

Fazit

Was in Ihrem Umfeld am besten funktioniert, müssen Sie selbst herausfinden. Entscheidend ist, ob die Ziele, die der Newsletter erreichen soll eher kurzfristiger Natur sind oder ob Sie damit langfristig Ihre Marke stärken möchten.

Ich hoffe es waren ein paar Ideen dabei, mit denen Sie Ihren Newsletter langfristig relevanter gestalten können.