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Benchmark
3.6

Benchmark im Test: ein Newsletter Tool das Maßstäbe setzt?

Professor

Mit Niederlassungen in 15 Ländern weltweit rühmt sich Benchmark seines internationalen Serviceangebots. Genau diese Internationalisierung hat uns im ersten Test vor einigen Jahren allerdings überhaupt nicht beeindruckt. Die Website war voll von Übersetzungsfehlern und man hatte den Eindruck, dass sich dieses Tool nur an den US-Markt richtet.

Das scheint sich nun aber geändert haben: Die sehr modern wirkende Website ist jetzt einwandfrei übersetzt und darüber hinaus gibt es auch persönlichen Support sowie zahlreiche Hilfeartikel auf Deutsch.

Viele Funktionen können sogar völlig kostenlos genutzt werden – mit leichten Einschränkungen beim Funktionsumfang und einer begrenzten Anzahl an versendbaren E-Mails. Insgesamt ist das kein schlechter Deal.

Aber wie sieht es im Vergleich mit anderen Newsletter Tools auf dem Markt aus? Werfen wir einen Blick auf die Details.

Bis 2.000

$0/Mo

Bis 3.500

$39,95/Mo

Bis 7.500

$59,95/Mo

Bis 15.000

$96,95/Mo

Einfach zu bedienen:

Benchmark liefert einen einwandfreien Editor ab, der alles enthält was man braucht.

Flexible Templates:

Die Auswahl der Templates ist groß und die Qualität generell sehr gut. Template-Elemente können teilweise sogar für mobile Endgeräte abgestimmt werden.

 

Keine E-Mail Automation:

Zwar spricht Benchmark von Automation, damit sind aber eher Autoresponder gemeint. Wirklich komplexe Workflows lassen sich damit leider nicht umsetzen.

Extragebühren für Speicherplatz:

Der Speicherplatz von 10 MB ist leider vernachlässigbar klein. Das kommt einer versteckten Extragebühr gleich.

Kriterium Bewertung Kommentare

Einfachheit

Benchmark ist sehr einfach zu verwenden – mit einer optisch ansprechenden, meist schlüssigen Benutzeroberfläche. Einige Abschnitte sehen allerdings etwas veraltet aus, und manche Dinge sind schwer zu finden.

Newsletter Erstellung

Editor

Der Editor zählt zu den besseren auf dem Markt – mit einfach austauschbaren Vorlagen und einer guten Auswahl an Textblöcken. In jeden Textblock können Bilder integriert werden, und es gibt auch mehrere vorgefertigte Text+Bild-Optionen.

Personalisierung

Ok

Variablen kann man menügesteuert einfügen, kein Regeleditor für wenn/dann Verknüpfungen, Abonnenten können ihre Kontaktdaten selbständig aktualisieren.

E-Mail Typen

Klassisch, Autoresponder, wiederkehrend, einmalig (datumsbasiert), RSS-to-Email, A/B-Tests, Umfragen.

Auswahl und Flexibilität der Template-Designs

Die Auswahl an durchweg responsiven Vorlagen ist gut. Ein großer Pluspunkt der Vorlagen sind die Optionen für eine separate Darstellung bestimmter Funktionen auf Mobilgeräten.

E-Mail Automation

Die Automatisierung besteht großteils aus erweiterten Autorespondern. Damit können automatische E-Mails auf Basis von Anmelde-, Öffnungs- oder Klickvorgängen gesendet werden.

Listenverwaltung

Das Listenmanagement beschränkt sich auf die Segmentierung von Listen mittels Und-/Oder-Kriterien. Benutzer über mehrere Listen hinweg zu verwalten, ist nicht möglich – ein Abonnent kann nur aus einer oder allen Listen gelöscht werden. Dazwischen gibt es nichts.

Anmeldeformulare

Die Formulare sind gut gemacht und ermöglichen ein relativ einfaches Erstellen von Pop-ups und anderen Formularen, auch wenn einige Bereiche ein Update vertragen könnten. Man kann eigene Datenbankfelder hinzufügen, doch die Optionen dafür sind begrenzt – es gibt z. B. keine Dropdown-Listen.

Berichte und Analysen

Die Berichte sind gut und zeigen detaillierte Angaben über Öffnungs- und Klickvorgänge. Es gibt auch eine E-Mail-Heatmap, Google Analytics-Integrationen, geographische Auswertungen und Social Tracking. Kunden- oder E-Commerce-Tracking fehlen jedoch.

Verfügbare Sprachen

9 Sprachen sind eine relativ gute Auswahl, doch wir stießen auf einige Seiten, die nicht einwandfrei funktionierten, z. B. in der portugiesischen Version.

Weitere Funktionen

Spam- und Design-Testing

Diese Funktionen sind im Editor verfügbar. Spamtests sind kostenlos, während Designtests zugekauft werden müssen. Bei uns trat jedoch das Problem auf, dass E-Mails den Spamtest bestanden und trotzdem in den Spamordnern landeten. Dasselbe passierte mit sämtlichen E-Mails vom Benchmark-Marketingteam, was etwas bedenklich ist.

Bounce-Verwaltung (unzustellbare E-Mails)

Ok

Nach zwei Hard Bounces werden Kontakte als „gebounced“ markiert. Beachten Sie, dass diese weiterhin zu den aktiven Kontakten gezählt werden, solange sie nicht gelöscht oder auf „abgemeldet“ gesetzt werden.

Blacklist

Close

Nicht verfügbar.

Speichermöglichkeit für Bilder und Dateien

10mb-10gb

Für Bilder stehen nur 10 MB Speicher zur Verfügung, was bedeutet, dass wohl die meisten Benutzer zusätzliche 5 $ monatlich ausgeben müssen, um auf 10 GB aufzustocken.

Für Profis

Authentifizierung

Ok

Alle wichtigen Standards werden geboten: DKIM, SenderID, SPF und Domain Keys.

Verwendung von eigener Domain

Close

Tracking-Links verwenden „bmetrack.com“ als Domain.

Unterschiedliche Zugriffsstufen zum Account

Ok

Bei den kostenpflichtigen Tarifen sind verschiedene Accounts verfügbar. Die Anpassungstiefe anderer Tools wird hier jedoch nicht erreicht.

Schnittstellen

Ok

Als Integrationen stehen z.B. Shopify, Paypal, Salesforce, Zoho und Etsy zur Verfügung.

Landing-Page Erstellung

Close

Bietet aber ein Tool zur Erstellung von Polls und Umfragen.

Support

Die deutschsprachige Knowledge Base ist gut gefüllt. Mitunter liefert die Suche aber auch Artikel in anderen Sprachen (Englisch, Französisch). Der Online-Support war schnell (Live-Chat) und hilfreich.

Gesamtbewertung

3.6/5

Einfache Bedienbarkeit trifft auf ein ordentliches Gratisangebot. Und auch wenn manche Teile der Oberfläche veraltet erscheinen, macht Benchmark einen insgesamt soliden Gesamteindruck.

Preislich liegt Benchmark im Vergleich zur Konkurrenz im mittleren Feld, je nach Anzahl der Abonnenten. Die Bedienungsfreundlichkeit braucht sich vor anderen Anbietern nicht zu verstecken – hier sind besonders die Flexibilität des Editors und der Vorlagen hervorzuheben.

Schwachpunkte, wie das eingeschränkte Listenmanagement und die Probleme beim Spamtest trüben jedoch das Bild. Leider ist die „E-Mail-Automatisierung“ in Wirklichkeit nicht mehr als ein Autoresponder. Mit einer leistungsstarken Automatisierung, wie sie beispielsweise GetResponse bietet, ist dies nicht vergleichbar.

Ein weiterer Nachteil ist, dass trotz aller Internationalisierungsbemühungen nur Dollarpreise angeboten werden, was für europäische Kunden das Risiko einer steigenden US-Währung birgt.

Erstaunlich geizig präsentiert sich Benchmark in Sachen Bild- und Dateispeicher: Mit 10 MB kommt man heutzutage nicht mehr weit. Behalten Sie dies bei der Auswahl eines Tarifs im Auge, denn am Ende kommen vermutlich noch 5 $ für zusätzlichen Speicherplatz hinzu.

Insgesamt ist Benchmark weder überragend, noch wirklich schlecht. Dank Gratistarif können Sie einfach ausprobieren, ob die Plattform Ihrem Bedarf entspricht.

 

Hier können Sie Benchmark Email kostenlos testen.

robert brandl

Dieser Testbericht wurde von Robert Brandl geschrieben. Er arbeitet schon seit langen Jahren im E-Mail Marketing, zuerst für größere Konzerne, inzwischen hilft er vor allem kleinen Unternehmen und Mittelständlern bei der Wahl einer passenden Newsletter Software.