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E-Mail Marketing Funktionen – Was ist was?

Robert Brandl

Die Welt des E-Mail kann mitunter recht verwirrend sein. Hier finden Sie Erläuterungen zu den von uns besprochenen Begrifflichkeiten und Funktionen:

 

Kriterium Erläuterung
Newsletter-Erstellung
-Editor  Hier geht es um die Oberfläche, die Sie zum erstellen der E-Mails verwenden. Üblicherweise gibt es zwei Begriffe:
Drag and Drop Editor: hierbei zieht man Baustein-Elemente (z.B. Text- oder Bildelemente) in das Bearbeitungsfenster und klickt sich damit seinen Newsletter zusammen.
WYSIWYG = What you see is what you get. So nennt man einen Editor mit einer Word-ähnlichen Oberfläche – HTML-Kenntnisse sind zur Bedienung nicht erforderlich
-E-Mail Typen  Einzel-Kampagne: klassische (Broadcast)-E-Mail, die in Form einer monothematischen Promotion oder als multithematischer Newsletter versendet werden kann.

Regelmäßige Kampagne: eine E-Mail, die zu vorher festgelegten Zeitpunkten regelmäßig versendet wird (z.B. Geburtstags-E-Mails)

Autoresponder: nachdem der Interessent sein Opt-in gegeben hat, erhält er komplett automatisch eine Serie von E-Mails (z.B. in Form eines Kurses). Mehr Infos hier.

A/B Split-Test: man testet verschiedene Variablen in veränderter Ausführung (z.B. verschiedene Betreffzeilen oder Banner) und vergleicht die Ergebnisse

RSS-Kampagnen: dafür gibt es zwei mögliche Ausführungen. Das E-Mail Tool zieht automatisch neue (Blog)-Artikel in die E-Mail (CleverReach). Die andere Möglichkeit ist eine E-Mail Kampagne, die die neuen Artikel nur versendet, wenn es etwas neues gibt (z.B. Mailchimp).

Follow-Up Kampagnen: so werden E-Mails bezeichnet, die aufgrund bestimmter vorangegangener Aktionen versendet werden (z.B. Klick auf einen bestimmten Link).

Template  Unter einem Template versteht man eine Designvorlage, in der bestimmte Elemente fest eingebaut sind (z.B. das Firmenlogo). Je flexibler und einfacher man sein E-Mail bzw. Newsletter-Template anpassen kann, desto besser.

Heutiger Standard sind die sogennanten responsive Templates, deren Design sich automatisch an die Bildschirmgröße mobiler Endgeräte anpasst.

Opt-in & Opt-out  Single-Opt-in (Confirmed-Opt-in): der Empfänger erhält nach der Registrierung eine Bestätigung, dass er ab sofort E-Mails erhalten wird. Er muss nichts weiter bestätigen.

Double-Opt-in: der Empfänger muss erst einen Link in der Bestätigungs-E-Mail klicken, um tatsächlich aktiviert zu werden. Dies ist die am weitesten verbreitete Methode.

Aus rechtlichen Gesichtspunkten ist das Double-Opt-in zu bevorzugen, da man hier über einen Nachweis verfügt, dass der Abonnent tatsächlich dem Bezug der E-Mails zugestimmt hat. Alle von uns getesteten Newsletter Tools bieten das Doppel-Opt-In Verfahren an.

Verfügbare Sprachen (Codierung)  Ein spezielles Thema ist die vom E-Mail Tool verwendete Codierung. Inzwischen hat sich UTF-8 als Standard etabliert – bei manchen alten Systemen kann dies allerdings zu Darstellungsproblemen führen. Für deutsche E-Mails ist ISO-Latin 1 noch immer die sicherste Methode.
Der große Vorteil von UTF-8 ist, dass man damit beliebige Sprachen versenden kann, also auch kyrillische oder chinesische Zeichen – außerdem ist es die Zukunft. Mehr zum Thema Codierung.
Weitere Funktionen
-Spam- und Design-Testing  Spamfilter: wichtig ist, dass es serverseitige und clientseitige Spamfilter gibt. Das heißt beispielsweise dass ein E-Mail Provider wie GMX serverseitig einen bestimmten Spamfilter verwendet (z.B. Postini).
Clientseitige Filter arbeiten direkt auf dem Rechner des Empfängers – z.B. Norton. Aus diesem Grunde kann es auch vorkommen, dass ein GMX Empfänger die E-Mail erhält und der nächste nicht. 100%ig sicher kann man leider nie sein.E-Mail Design: im Gegensatz zu Webseiten muss man HTML E-Mails mit sehr altertümlichen Code programmieren, da die E-Mail Clients (z.B. Outlook) den Newsletter sonst nicht korrekt darstellen. Aus diesem Grunde bieten viele E-Mail Tools Design-Testing Funktionen an, mit denen man seinen Newsletter für die wichtigsten Clients testen kann.
-Bounce-Verwaltung (unzustellbare E-Mails)  Ein Bounce bezeichnet eine E-Mail, die nicht zustellbar ist, sei es wegen einer vollen Inbox (Soft Bounce) oder einer komplett ungültigen E-Mail Adresse (Hard Bounce). Der dritte Typ sind Block Bounces, die durch Firmen-Spam-Firewalls ausgelöst werden können.
Wer zu viele ungültige E-Mail Adressen in seiner Liste hat, riskiert, dass seine E-Mail als Spam markiert werden, da vor allem Spammer an Listen versenden, die viele ungültige Adressen enthalten.
-Blacklist  In die Blacklist trägt man E-Mail Adressen mit Opt-out ein, die z.B. aus einem früheren E-Mail System stammen. Bei bestimmten Tools ist es auch möglich komplette Domains auf diese Liste zu setzen (z.B. Wettbewerber).
-Social Media Integration  Dafür gibt vielzählige Möglichkeiten: ein Facebook-Like Button, Social Share-Optionen zum direkten Bookmarken mit Diensten wie Delicious, ein Tweet Button und vieles mehr. Mehr zur Social Media Integration.
-Newsletter-Archiv  Ideal ist ein komplett automatisch generiertes Archiv, das keinen regelmäßigen Pflegeaufwand verursacht. So können potentielle Abonnenten checken, ob der Newsletter interessant ist. Außerdem finden Suchmaschinen so zu den Inhalten und können sie indizieren.
Für Profis
Authentifizierung  Diese Verfahren gibt es: SPF (Sender Policy Framework), Sender ID, Domain Keys, DKIM – mehr dazu finden Sie hier.

Des weiteren kann die Zustellbarkeit durch die Mitgliedschaft in Verbänden wie dem DDV oder den Certified Senders gesteigert werden.

-Verwendung von eigener Domain  Um die in einem Newsletter enthaltenen Links zu tracken, muss das E-Mail System eine neue Redirect-URL vergeben. Aus Gründen der Einheitlichkeit und dem seriösen Erscheinungsbild sollte es möglich sein, dass man eine Firmen-eigene (Sub-)Domain angeben kann.
-Unterschiedliche Zugriffsstufen zum Account  Rechtevergabe für Administratoren und Editoren, die im E-Mail Tool arbeiten. Erfreulicherweise bieten einige Newsletter Tools erhöhte Sicherheitsmaßnahmen durch die sogenannte 2-Step Verifikation an.
-Landing-Page Erstellung  Landing Page bezeichnet eine spezielle Zielseite einer E-Mail Kampagne mit weiterführenden Inhalten (GetResponse bietet das z.B. an). Das kann beispielsweise eine reine Infoseite mit oder ohne Registrierungsmöglichkeit sein. Sollte das System mit dem Sie Ihre Firmen-Website betreiben keine Möglichkeit zur Landing Page-Erstellung bieten, sind Homepage-Baukasten Systeme eine alternative Möglichkeit.

 

Falls noch Fragen offen sind, können Sie uns gerne eine Nachricht senden.