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E-Mail Newsletter und Social Media verknüpfen: alles was Sie wissen müssen

Author

6 Juni 2011

Robert Brandl

Email-Marketing & Social Media

Oftmals klingt es gerade so, als ob man sich entscheiden müsste: zwischen dem neuen und „coolen“ Social Media-Marketing oder dem bewährten, aber etwas altbackenen E-Mail Marketing.

Dabei kann das eigentlich gar keine ernsthafte Frage sein, denn nach Möglichkeit sollte man immer genau die Kanäle anbieten, die die Kunden gerne verwenden. Außerdem kann man Newsletter und Social Media Kanäle auch äußerst gut miteinander verbinden – hier finden Sie alle gängigen Methoden:

Share-Buttons für soziale Netzwerke

Was ist das? Die Möglichkeit den Newsletter auf sozialen Netzwerken zu teilen. Z.B. kann man den Newsletter so ganz einfach seinen Twitter-Followern zeigen. Verlinkt wird dabei die Online-Version des Newsletters. Alternativ kann man aber auch eine beliebige URL (z.B. die Firmen-Homepage) teilen lassen.

Wie funktioniert das?
Man baut die entsprechenden Icons ein. Gute Newsletter Tools bieten über ihr Template-System ein entsprechendes Baustein-Element an.

Beispiel CleverReach:
share buttons cleverreach

Tipp: Wer bei seinem Newsletter-Tool keine solche Funktion hat, kann sich auch mit Addtoany behelfen.

Der Facebook „Gefällt mir“-Button für Newsletter

Was ist das? Wer den Like-Button klickt, kann den Newsletter mit seinen Facebook-Freunden teilen. Aufgrund der schieren Größe ist Facebook mit Abstand das interessanteste Social Network – wer seinen Newsletter nicht mit verschiedenen Social Media-Buttons zukleistern möchte, kann sich auch gut auf Facebook beschränken.

Wie funktioniert das? Dafür gibt es zwei Ausprägungen: entweder man teilt einfach nur die Online-Version des Newsletters oder man fügt dem Link zusätzlich einen Kommentar in sein Facebook-Posting hinzu.

Beispiel MailChimp – Darstellung im Newsletter:

like-button
Darstellung in Facebook:
facebook like newsletter

Wenn Ihnen in Ihrem Newsletter-Tool kein Facebook-Element zur Verfügung steht, können Sie den „Gefällt mir“-Button auch folgendermaßen einbauen.

Verlinkungen zur Profilseite

Was ist das? Man verlinkt zu seiner Facebook-Seite, zum Xing-Profil der Firma oder zur Twitter-Seite. Dort angekommen, kann der Newsletter-Empfänger ein Fan (Facebook) bzw. ein Follower (Twitter) werden. Eine weitere Verlinkungsmöglichkeit bietet, falls vorhanden, das YouTube Profil oder der RSS-Feed des Blogs.

Wie funktioniert das? Man baut einfach ein Bild ein, dass auf das jeweilige Profil verlinkt. Hier finden Sie eine Vielzahl kostenloser Social Media-Buttons.

followus

Social Media Integration im Anmeldeprozess

Was ist das? Meiner Meinung nach ist das eine der klügsten Verknüpfungsmöglichkeiten. Wer gerade dabei ist den Newsletter zu abonnieren, verfügt zu diesem Zeitpunkt in aller Regel über ein gesteigertes Interesse an der Firma. Wäre es jetzt nicht klug auf der Anmelde-Bestätigungsseite die Facebook- und Twitter-Profile der Firma einzubauen? Die Conversion-Raten werden auf jeden Fall überdurchschnittlich hoch sein!

Wie funktioniert das? Bauen Sie auf den Opt-In Bestätigungs-Seiten einfach einen Hinweis auf Ihre Social Media-Präsenzen ein. Dazu können Sie ebenfalls die oben genannten kostenlosen Social Media-Buttons verwenden.

Automatisches Teilen (Auto-Share)

Was ist das? Nach dem Versand des Newsletters wird der Link zum Newsletter automatisch auf Twitter und der Facebook-Seite der Firma geteilt.

Wie funktioniert das? Automatisch geht das nur mit einem Newsletter-Tool, das diese Funktion anbietet – zur Zeit bietet das von unseren getesteten Tools nur MailChimp. Allerdings kann man das auch relativ problemlos manuell lösen.

Beispiel Mailchimp:

auto share mailchimp

Die besten Newsletter Tools für die Social Media Integration

In unseren Testberichten stechen zwei Newsletter Tools besonders hervor – wenig verwunderlich sind das auch die beiden Anbieter, die beim Thema Social Media besonders gut abschneiden.

Der US-Anbieter MailChimp bietet die gesamte Klaviatur der hier besprochenen Integrationsmöglichkeiten. Sein deutsches Pendant CleverReach bietet ebenfalls alle der besprochenen Möglichkeiten – mit Ausnahme der Auto-Share Funktion.

Erweitert werden die Funktionalitäten der beiden Anbieter übrigens noch durch das Tracking der Social Media-Kanäle. Dadurch ist für Sie nachvollziehbar, wie oft ein Newsletter ge-„liked“ oder ge-„tweetet“ wurde.

Was derzeit noch fehlt, ist der neue „+1 Button“ von Google. Da Newsletter aber recht selten in den Google-Suchergebnissen auftauchen, spielt dieser meiner Meinung nach für das E-Mail Marketing eine eher untergeordnete Rolle.

Fazit

Es sollte klar geworden sein, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, Social Media in Ihr E-Mail Marketing zu integrieren. Tatsächlich gibt es beinahe zu viele Möglichkeiten – denn wer alle Buttons und Links in seinen Newsletter packt, riskiert, dass er seinen Newsletter hoffnungslos überlädt.

Sie werden aber sicherlich in etwa wissen, welche Kanäle in Ihrer Firma überhaupt relevant sind. Darüber hinaus können Sie bestimmte Elemente auch auf die Landeseiten (Landing Pages) des Newsletters auslagern. Hier erfahren Sie, wie man die Social Media-Komponenten auf Websites integriert.

Viel Erfolg beim Ausprobieren. Bei Fragen bitte einfach einen Kommentar hinterlassen!

Updates:
  • Wer viel mit Landing Pages arbeitet, kann diese um eine weitere soziale Funktion erweitern. Mit Disqus kann man eine Kommentarfunktion ergänzen, falls es noch keine gibt.
  • Eben noch zufällig gefunden: Ragazzi-Group.de hatte sich vor einiger Zeit intensiver mit den Social Media Features von MailChimp auseinandergesetzt.