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Klick-Tipp: wir decken Stärken und Schwächen im Testbericht auf

robert brandl

1 März 2021

Professor

Unter den deutschen Newsletter Tools hat sich Klick-Tipp inzwischen einen ganz ordentlichen Bekanntheitsgrad verschafft. Ursprünglich kommt der Anbieter aus der Szene der "Online-Marketer", wo alles immer ein bisschen bombastischer ist.

Das hat sich im Laufe der Zeit aber gewandelt: inzwischen vermarktet sich Klick-Tipp (deutlich seriöser) als E-Mail Komplettlösung für alle Arten von Dienstleistern (z.B. Consultants, Handwerker, Ärzte) sowie auch für kleinere Mittelständler.

Schon immer stellte Klick-Tipp eine Funktion in den Mittelpunkt: das Tagging will dafür sorgen, dass unsaubere Versandlisten der Vergangenheit angehören. Schön ist auch der Fokus auf Automation, wozu die visuelle Darstellung von E-Mail Serien gehört, die man vor allem aus dem CRM-Bereich kennt.

Bei allen Tarifen ist die gleiche Anzahl von Empfängern enthalten: 10.000 Kontakte mit unbegrenzt vielen E-Mails. Preislich steigt man mit 27€ monatlich ein (Standard-Tarif). Wer darüber hinaus Split-Testing einsetzen möchte, sollte mit dem Premium-Tarif für 47€ beschäftigen. Deluxe verspricht für 67€ mtl. zusätzlich eine Facebook-Listbuilding Funktion sowie bis zu 10 automatisierte Kampagnen. Einen kostenlosen Testzeitraum gibt es leider nicht.

Wer über mehr als 10.000 Kontakte verfügt, bekommt bei Klick-Tipp den Enterprise Tarif mitsamt dedizierten Mailserver, um bestmögliche Zustellbarkeitsraten zu gewährleisten. Zu beachten ist hier aber die einmalige Einrichtungsgebühr von 699€. Insgesamt positioniert sich Klick-Tipp damit im höherpreisigen Segment, gerade bei mehr als 10.000 Abonnenten.

Ob sich das lohnt und wie gut die Funktionen umgesetzt wurden, sehen wir uns nun im Detail an:

KlickTipp selbst ausprobieren: https://www.emailtooltester.com/go/klicktipp-youtubeAusführlicher KlickTipp Testbericht: https://www.emailtooltester.com/newsl... Klick-Tipp im Test: Was ist dran am Hype um die Newsletter Software? 2021-03-01 https://img.youtube.com/vi/HrxSeUiCVdg/hqdefault.jpg

Hier können Sie Klick-Tipp ausprobieren (Link öffnet in einem neuen Fenster)

10.000 ABONNENTEN

27/MO

Standard Tarif

10.000 ABONNENTEN

47/MO

Premium Tarif

10.000 ABONNENTEN

67/MO

Deluxe Tarif

10.000 ABONNENTEN

149/MO

Enterprise Tarif. Einmalige Einrichtung: 699€.

25.000 ABONNENTEN

290/MO

Einmaliger Einrichtungspreis: 1000€.

100.000 ABONNENTEN

750/MO

Einmaliger Einrichtungspreis: 2200€.

Klick-Tipp bietet vier Tarifstufen, von denen Standard, Premium und Deluxe maximal 10.000 Kontakte erlauben. Die wichtigsten Funktionen der höheren Preisstufen sind das Split-Testing sowie die API-Schnittstelle. Die Enterprise-Tarife hingegen können auf das Hundertfache der Empfänger hochskalieren: bis zu 1.000.000 Kontakte können damit verwaltet werden. Zu beachten sind dort die nicht unerheblichen Einrichtungsgebühren.

Sehr gute Autoresponder-Funktionalität:

Im Bereich der Kampagnenautomatisierung hat Klick-Tipp viele interessante Funktionen zu bieten.

Tag-basierter Aufbau der Datenbank:

Durch die sogenannten Tags, können Sie Ihren Empfängern bestimmte Attribute zuweisen. So lassen sich z.B. Käufer innerhalb Ihrer Liste markieren und zielgerichtet anschreiben.

Gutes Split-Testing:

Split-Tests sind immer möglich und können auch im Nachhinein aktiviert werden – das ist sehr praktisch.

Zustellbarkeit:

In unseren Testrunden konnte Klick-Tipp stets überzeugen. Wer möchte, dass seine E-Mails korrekt zugestellt werden, macht mit Klick-Tipp keinen Fehler.

Benutzeroberfläche:

Die Benutzeroberfläche ist sehr schlicht und lädt nicht unbedingt zum Ausprobieren ein. Auch sind viele simple Dinge bei Klick-Tipp umständlicher als eigentlich nötig (z.B. Newsletter kopieren)

Kein kostenloser Testzeitraum:

Im Vergleich zu anderen Anbietern, muss man bei Klick-Tipp direkt die erste Monatsgebühr bezahlen, um das Tool auszuprobieren. Bei Nichtgefallen wird das Geld aber zurückerstattet.

Kriterium Bewertung Kommentare

Einfachheit

Die Menüs sind nicht immer ganz selbsterklärend und die Oberfläche wirkt ein wenig trist. Man findet sich nach ein wenig Einarbeitungszeit aber zurecht. Schade ist, dass es keinen kostenlosen Test gibt – von daher ist eine vollständige Anmeldung mit Zahlungsdaten nötig.

Newsletter Erstellung

Editor

Klassischer Text- und HTML-Editor (WYSIWYG) sowie neuerdings auch ein Drag-and-Drop-Editor für grafische Layouts.

Personalisierung

Ja

Werte von Datenbankfeldern können dynamisch in Newsletter eingefügt werden. Zudem gibt es auch die Möglichkeit einzelne Content-Blöcke nur an spezifische Zielgruppen zu senden (z.B. den Rabattcode nur an Empfänger, die nicht schon das Tag „Kunde“ haben).

E-Mail Typen

Klassische Einzel-Newsletter, Autoresponder und Follow-Up Kampagnen. Jede dieser Kampagnen kann auch als A/B Splittest aufgesetzt werden.

Auswahl und Flexibilität der Template-Designs

Klick-Tipp bietet in seinem Drag-and-Drop-Editor 350 Templates, die optimiert sind für mobile Endgeräte. Diese können sehr flexibel angepasst werden. Über den Rich-Text Editor kann auch eigener HTML-Code hochgeladen werden. Bilder können kostenlos aus der integrierten Stockphoto-Datenbank geladen werden.

E-Mail Automation

Hier punktet Klick-Tipp: über eine komfortable Workflow-Ansicht können genau bestimmen, wann Ihre automatisierten E-Mails versendet werden sollen. Zudem gibt es die Tagging-Funktion, die Ihnen bei der Segementierung Ihrer Versandgruppen hilft.

Listenverwaltung

Die Kontaktverwaltung und -segmentierung erfolgt über Tags, was gegenüber listenbasierten Newsletter Tools einige Vorteile bietet. Insbesondere wer seine Empfänger aus zwei verschiedenen Formularen erhält, kann diese viel besser zentral verwalten. Bestehende Listen zu importieren ist hier leider etwas umständlich, wer keinen Enterprise-Tarif verwendet, muss dafür den Support kontaktieren.

Anmeldeformulare

Der Formular-Editor ist einfach zu bedienen. Leider sind die Standardformulare nicht responsive und auch der typische „Klick-Tipp“-Anmeldebutton ist leider nur farblich veränderbar. Glücklicherweise gibt es auch den „Raw“-Editor, der das Formular als HTML-Code generiert (was dann auch responsive ist).

 

Das Formular ist insgesamt leider relativ klein, kann aber auch frei umgestaltet werden (HTML-Kenntnisse vorausgesetzt).

Zustellbarkeit (Deliverability)

Klick-Tipp verfügt grundsätzlich über eine ausgezeichnete Deliverability bei allen wichtigen Postfächern (Gmail, GMX, Outlook, Web.de). Einzig in unserem letzten Test stotterte der Klick-Tipp Motor ein wenig und konnte bei t-online leider keine einzige E-Mail zustellen.

Berichte und Analysen

Zeigt alle wichtige Standarddaten wie Klick- und Öffnungsrate. Geoanalysen, Klickmaps oder Infos zu den verwendeten E-Mail Clients gibt es nicht.

Verfügbare Sprachen

Dank UTF-8 Codierung ist das Tool praktisch mit allen Sprachen kompatibel. Das Tool selbst ist auf Deutsch und Englisch verfügbar. Leider ist die englische Übersetzung unvollständig.

Weitere Funktionen

Spam- und Design-Testing

Ein Spamscore von SpamAssassin wird ausgegeben und hilft bei der Optimierung. Designtesting gibt es nicht.

Bounce-Verwaltung (unzustellbare E-Mails)

Ja

Hard-Bounces werden sofort deaktiviert, Soft-Bounces nach dreimaliger, erfolgloser Zustellung.

Blacklist

Ja

Erlaubt die Sperrung einzelner E-Mail Adressen oder auch ganzer Domains.

Speichermöglichkeit für Bilder und Dateien

Ja

Webspace für Bilder und Dateien steht bereit.

Für Profis

Authentifizierung

Ja

SPF und DKIM wird unterstützt, Eine Mitgliedschaft bei der CSA (Certified Senders Alliance), sowie dem nicht ganz so bekannten ISIPP, besteht. Positiv für die Zustellung dürfte sich auch die erstmalige manuelle Kontrolle der Versandlisten auswirken.

Verwendung von eigener Domain

Ja

Die Tracking-Links enthalten die Domain klick-tipp.com. Im Enterprise-Tarif ist auch die Verwendung einer eigenen Tracking-Domain möglich.

Unterschiedliche Zugriffsstufen zum Account

Ja

Nur in der Enterprise Version verfügbar.

Schnittstellen

Ja

Integration mit Zapier, Share-IT, Afficon, Paypal, Cleverbridge und Digistore24. Ansonsten gibt es auch eine API-Schnittstelle.

Landing-Page Erstellung

Nein

Für Facebook Fanseiten kann eine Landing Page (Fangate) erstellt werden (ab Deluxe Tarifstufe). So ist es möglich E-Mail Adressen über eine spezielle Landingpage einzusammeln, was ein äußerst interessanter Ansatz ist.

Support

4/5

Der Support antwortet in der Regel innerhalb eines Tages. Einmal wurde sogar ein kurzer persönlicher Screencast für uns aufgenommen. Die Support-Datenbank bietet sehr gute Infos und Beschreibungen.

Gesamtbewertung

4/5

Auf der einen Seite ist Klick-Tipp äußerst innovativ: die Tagging-Technik hat uns sehr gefallen, zudem erreicht Klick-Tipp fast immer sehr gute Zustellbarkeitsraten in unseren Tests. Der responsive Template-Editor ist gut gelungen und erlaubt nun auch die Erstellung von grafischen Newslettern. Minuspunkte gibt es leider für das Benutzerinterface.

Wir haben es hier mit einem Anbieter zu tun, der sich sehr gewandelt hat. Unser größter Kritikpunkt in der Vergangenheit war stets der Support. Dieser wurde nun aber 2020 glücklicherweise neu organisiert und antwortete in unseren jüngsten Tests zuverlässig innerhalb von maximal 24 Stunden.

Klick-Tipps großer Vorteil war von jeher die Tagging-Funktion, mit der man sehr flexibel Kontaktattribute hinzufügen kann. Im Laufe der Jahre haben andere Anbieter inzwischen allerdings nachgezogen (z.B. GetResponse und Rapidmail). Positiv zu erwähnen ist auch die visuelle Darstellung im Marketing Cockpit, mit der man die E-Mail Sequenzen sehr gut im Blick hat.

Sehr angetan waren wir vom A/B-Testing. Bei vielen anderen Anbietern ist es z.B. gar nicht möglich ein sinnvolles Split-Testing für Autoresponder durchzuführen. Bei Klick-Tipp muss man dafür nur eine Checkbox anklicken.

Der Drag-and-Drop-Editor kam zwar spät, ist dafür aber sehr gelungen. Bei sage und schreibe 350 Templates sollte es nicht allzu schwerfallen etwas Passendes zu finden. Darüber hinaus kann man aber über den Editor auch sehr gut sein eigenes Template basteln.

Freuen würden wir uns, wenn Klick-Tipp sein User-Interface noch etwas aufpolieren würden. Es lädt aktuell nicht unbedingt ein, damit herumzuspielen und zu experimentieren. Ein paar grafische Elemente würden hier nicht schaden. Und auch ein kostenloser Test ohne Angabe der Zahlungsdaten würde mit Sicherheit noch mehr Nutzer anziehen.

Insgesamt sehen wir Klick-Tipp inzwischen aber auf einem sehr guten Weg.

Klick-Tipp testen: 30 Tage Testphase

 

Hinweis: Falls Sie selbst Erfahrungen mit dem Produkt oder dem Support gemacht haben, freuen wir uns auf Ihr Feedback unten im Kommentarbereich.

Sendinblue, GetResponse sowie ActiveCampaign sind alle sehr stark im Bereich der Automatisierung. Aus diesem Grunde kommen sie als Klick-Tipp Alternativen in Frage. Den besten deutschsprachigen Support bekommt man bei Sendinblue.

Ja, 30 Tage lang können Sie das Newsletter Tool ausprobieren. Bei Nichtgefallen erhalten Sie Ihr Geld zurück.

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Ja, eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung kann man über das Menü kostenlos herunterladen.

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Die gesamte Infrastruktur liegt innerhalb der EU: die Applikationsserverhardware in Irland und Frankfurt am Main. Die Mailserverinfrastruktur befindet sich in Deutschland. Ausgehende E-Mails werden mit deutschen IP-Adressen versendet.

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robert brandl
Dieser Testbericht wurde von Robert Brandl geschrieben. Er arbeitet schon seit langen Jahren im E-Mail Marketing, zuerst für größere Konzerne, inzwischen hilft er vor allem kleinen Unternehmen und Mittelständlern bei der Wahl einer passenden Newsletter Software.
01.03.2021 - Neuer Video-Testbericht
27.01.2021 - Updates in den FAQs
15.01.2021 - Erneuter Test des Support und anderer Punkte.
11.12.2020 - Neuer Template-Editor ergänzt.
08.04.2020 - Verschiedene User-Logins verfügbar (im Enterprise Tarif).
04.02.2020 - Aktualisierte Ergebnisse des Zustellbarkeits-Tests hinzugefügt.
17.06.2019 - Klick-Tipp ist inzwischen Mitglied bei der CSA.
19.03.2017 - Ergebnisse des Zustellbarkeits-Tests hinzugefügt.
05.06.2014 - Hinweis zur Geld-zurück-Garantie ergänzt.
15.- 25.04.2014 - Testbericht erstmalig erstellt.
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