Logo
1
SendInBlue
3.8

SendinBlue Testbericht – Newsletter für Kostenbewusste

robert brandl
Professor

SendinBlue startete 2012 in Frankreich als Dienst für Transaktions-E-Mails und hat sich zum Ziel gesetzt, die „einfachste, zuverlässigste und kostengünstigste Marketingplattform“ zu werden. Ein kühnes Versprechen, das sich schwer überprüfen lässt, doch knapp 15.000 Kunden können wohl nicht komplett falsch liegen. Das Newsletter Tool ist komplett auf Deutsch verfügbar, wenn es auch stellenweise etwas „übersetzt“ klingt.

Unter den von uns getesteten Anbietern ist SendinBlue mittlerweile der einzige, der eine SMS-Vertriebsfunktion beinhaltet, nachdem Newsletter2Go diesen Kanal vor einer Weile eingestellt hat.
Natürlich interessieren sich die meisten Benutzer vermutlich mehr für die E-Mail-Marketing- und Kampagnenfunktionen von SendinBlue. Diese lassen sich kostenlos testen, jedoch mit einem Limit von 300 Nachrichten pro Tag bzw. 9.000 pro Monat.

Sehen wir uns nun an, ob SendInBlue wirklich empfehlenswert ist, oder ob es doch ein paar Schwachstellen gibt.

Try SendinBlue for free: http://sendinblue.emailtooltester.com/ Find a more detailed SendinBlue review here: http://www.emailtooltester.com/en/reviews/sendin... SendinBlue Review - The Pros & Cons of the Newsletter Tool 2016-04-27 https://img.youtube.com/vi/RdEibKyeDyA/hqdefault.jpg

SendinBlue kostenlos ausprobieren

9.000 ABONNENTEN

0/MO

Emails enthalten ein Anbieterlogo, tägliches Sendelimit

40.000 ABONNENTEN

19/MO

Emails enthalten ein Anbieterlogo

60.000 ABONNENTEN

29/MO

Enhält alle Funktionen

120.000 ABONNENTEN

49/MO

Enhält alle Funktionen

Sehr günstige Tarife:

40.000 E-Mails für 19€ sind äußerst günstig. Auch der kostenlose Tarif wird für viele Leute interessant sein.

Solide E-Mail Automation:

Überraschend für ein Newsletter Tool dieser Preisklasse: SendInBlue bietet eine Workflow-gesteuerte Automatisierungsfunktion. Selbst durch das Surfverhalten Ihrer Website-Besucher können Sie bestimmte E-Mail Kampagnen auslösen.

Umfangreiche Statistiken:

Das Reporting von SendInBlue ist ähnlich gut wie das von wesentlich teureren Newsletter-Diensten.

Editor und die Vorlagen könnten ein Update vertragen:

Der Editor ist zwar flott, hat aber ein paar Bugs, die die Bearbeitung etwas beeinträchtigen (siehe unten). Die Templates haben nur wenige Designelemente, was etwas einschränken kann.

 

Kriterium Bewertung Kommentare

Einfachheit

Die Bedienung ist etwas schwerfälliger als bei anderen Tools, dennoch bieten die Menüs eine einfache Navigation.

Newsletter Erstellung

Editor

Der Editor selbst ist relativ schnell, aber der Flimmereffekt beim Anklicken oder Bewegen über die einzelnen Bereiche ist etwas irritierend. Man braucht außerdem einen breiten Bildschirm, da sonst die Seitenmenüs das Bearbeitungsfenster überdecken. Das Hilfemenü ist bei geöffnetem Bearbeitungsbildschirm nicht verfügbar.

Personalisierung

Ja

Ähnlich wie bei anderen Tools. Eine Wenn-Dann-Sonst ist verfügbar, allerdings ganz und gar nicht komfortabel.

E-Mail Typen

SMS, klassische & transaktionsbasierte Newsletter. Autoresponder über den Automatisierungsbereich.

Auswahl und Flexibilität der Template-Designs

Alle Vorlagen sind responsive. Das Design sieht ganz passabel aus, allerdings stehen nur rund zehn Designelemente zur Auswahl – weniger als bei den meisten anderen Tools.

E-Mail Automation

Obwohl es sich noch um eine Beta-Version handelt, fanden wir die Integration ziemlich solide. Sie ermöglicht die Nutzung des Besucherverhaltens, um das E-Mail-Marketing zu automatisieren.

Listenverwaltung

Das Listenmanagement ist ziemlich gut. Man kann separate Listen innerhalb von Ordnern erstellen und Kontakte einfach über Listen und Ordner hinweg in der jeweiligen Kontaktdatei verwalten. Hilfreich ist auch die Segmentierungsfunktion, mit der mehrere Und-/Oder-Bedingungen innerhalb von Listen erstellt werden können.

Anmeldeformulare

Diese sind einfach zu erstellen, und Sie können Ihre eigenen Datenbankfelder hinzufügen. Einige der Menüs sind leider leicht zu übersehen.

Berichte und Analysen

SendinBlue bietet fast alle gängigen Berichte wie eine Click Map, geographische Auswertung und Integration von Google Analytics. Auch eine Bestellungen können getrackt werden.

Verfügbare Sprachen

Website und Hilfe stehen in 6 Sprachen zur Verfügung (EN, ES, PT, DE, IT, FR).

Weitere Funktionen

Spam- und Design-Testing

Sie können die E-Mail-Zustellung für bestimmte E-Mail-Clients testen. So sehen Sie, ob die Nachrichten als Spam aussortiert werden und wie das Design beim Empfänger dargestellt wird. Diese Tests sind einfach durchzuführen, brechen manchmal aber vorzeitig ab.

Bounce-Verwaltung (unzustellbare E-Mails)

Ja

Nur Hard Bounces werden automatisch verwaltet und auf eine Blacklist gesetzt. Soft Bounces werden automatisch nach dem 4. Mal deaktiviert.

Blacklist

Ja

Beachten Sie, dass diese Benutzer nach wie vor als Abonnenten gezählt werden. Die Blacklist lässt sich einfach exportieren.

Speichermöglichkeit für Bilder und Dateien

unbegrenzt

Offenbar gibt es weder ein Limit für die Gesamtanzahl von Bildern, noch für die Bildgröße.

Für Profis

Authentifizierung

Ja

SPF und DKIM (Domain Keys).

Verwendung von eigener Domain

Nein

Sie erhalten einen etwas kryptischen Tracking-Link, der nicht angepasst werden kann.

Unterschiedliche Zugriffsstufen zum Account

Nein

Nicht verfügbar.

Schnittstellen

Ja

Eine ganze Reihe von Integrationen sind verfügbar, z.B. für Produkte wie WordPress, Shopify und WooCommerce. Zudem gibt es auch eine Schnittstelle für Zapier.

Landing-Page Erstellung

Nein

Nicht verfügbar.

Support

4/5

Sie können eine relativ umfassende Knowledge Base (auf Deutsch) nutzen und Supportanfragen senden. Wir erhielten innerhalb weniger Stunden eine Antwort, und der Service war freundlich.

Gesamtbewertung

3.8/5

SendinBlue ist zwar überwiegend einfach zu nutzen, doch im Vergleich zu anderen E-Mail-Tools fehlen einige Funktionen. Andererseits ist es sehr preisgünstig und bietet E-Mail-Automatisierung.

Wenn Sie lediglich mobilfreundliche Newsletter versenden möchten, bietet SendinBlue wahrscheinlich alles, was Sie brauchen. Nicht ganz überzeugend ist die allgemeine Benutzerfreundlichkeit des Editors und die Vorlagenauswahl, und es fehlen einige Optionen (z. B. keine A/B-Tests). Bei den Integrationen und einigen anderen Punkten kann die Plattform nicht mit dem Angebot von Tools wie CleverReach oder GetResponse mithalten.

Andererseits bietet SendinBlue sehr gutes Listenmanagement mit Segmentierungsoptionen, und das Reporting ist mit anderen Newsletter-Marketingplattformen vergleichbar. Auch die Marketing-Automatisierung wirkte auf uns vielversprechend (mehr dazu hier).

Mit 40.000 E-Mails für nur 19€ pro Monat liefert SendinBlue ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn Sie jedoch nach einer kostenlosen Variante suchen, könnte Newsletter2Go aufgrund des Tageslimits von SendinBlue die bessere Wahl sein.

SendinBlue jetzt kostenlos testen.

Die Daten werden in Frankreich, also innerhalb der Europäischen Union, gehostet.

Arrow Up

Leider nein. SendInBlue teilt aber mit, dass man das französische sowie das EU-Recht beachte (siehe Datenschutzrichtlinie). Des weiteren werden alle Daten innerhalb von 30 Tagen gelöscht, falls man den Dienst einmal nicht mehr benutzen sollte.

Arrow Up
robert brandl

Dieser Testbericht wurde von Robert Brandl geschrieben. Er arbeitet schon seit langen Jahren im E-Mail Marketing, zuerst für größere Konzerne, inzwischen hilft er vor allem kleinen Unternehmen und Mittelständlern bei der Wahl einer passenden Newsletter Software.

Letzte Aktualisierungen

29.12.2017 - Preiserhöhung im Lite Tarif.
18.05.2017 - Update im Punkt Integrationen
12.04.2017 - FAQ ergänzt zum Thema ADV.
25.11.2016 - Update bei E-Mail Automatisierung.
03.03.2016 - Erstmalige Tests.
Arrow Up
  • Ulrich Hosse

    Vorsicht vor Sendinblue. Sehr unzuverlässig, da oftmals 100% regelgerechte Listen bemängelt werden. Das kommt dann vor, wenn die Empfängerliste etwas grösser wird. Ca. 13000 Empfänger reichen da oftmals schon aus. Dann wird es wohl bei den Preisen unrentabel für diese Firma. Deshalb, wenn man auf Zuverlässigkeit besteht, kommt diese Firma Sendinblue nicht in Frage. Finger weg.

    • Hallo Ulrich! Was wurde denn als Grund für die Ablehnung der Liste genannt? Wenn ein ordentliches (und nachweisbares) Opt-In vorliegt, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Liste abgelehnt wird.

  • Jobinaris (Günter Heil)

    Die Preise sind leider nicht mehr aktuell.
    Den 5,49 Tarif gibt es nicht mehr. Statt dessen gibt es jetzt „LITE“
    Auch 40.000 Newsletter, dafür aber kein tägliches Limit mehr.
    Der Spaß kostet jetzt (12.2017) 19,-€