Listenaufbau

Lead-Magnete erstellen, die konvertieren: Eine Anleitung zur Erstellung von E-Books, E-Mail-Kursen und mehr

Annika MüllerCharlotte Evans

Von Annika & Charlotte

lead magnet

Viele Unternehmen erstellen Lead-Magneten nur, um schnell ihre Kontaktliste zu vergrößern. Doch genau hier liegt das Problem.

Denn mit kostenlosen Checklisten, E-Books oder Webinaren gewinnen Sie zwar zahlreiche Abonnent:innen, doch bringt das nicht wirklich etwas, wenn diese Ihre E-Mails anschließend nicht öffnen, nicht mit ihnen interagieren oder nie etwas von Ihnen kaufen.

Und das alles deshalb, weil Sie Ihnen keinen richtigen Grund liefern, dranzubleiben. Wenn Sie keinen deutlichen Mehrwert bieten, ist Abonnent:innen ziemlich schnell klar, dass das Gratisgeschenk nur bereitgestellt wurde, um ihre E-Mail-Adresse abzugreifen. Sie legen es also im Postfach oder Download-Ordner ab und vergessen es. Vielleicht melden sie sich sogar gleich wieder ab.

Deshalb sollte ein Lead-Magnet mehr sein als nur ein Mittel zum Listenaufbau. Ein Lead-Magnet, der zu Konversionen führt, liefert einen Mehrwert, schafft Vertrauen und bringt Ihre Kontakte dazu, mit Ihnen zu kollaborieren oder Ihre Produkte zu kaufen.

In diesem Artikel erläutern wir, wie Sie einen Lead-Magneten erstellen, der tatsächlich konvertiert – ein Freebie, das hochwertige Leads anzieht, sie bindet und aus ihnen zahlende Kund:innen macht.

Los geht‘s.

Die 3 größten Lead-Magnet-Fehler, die Sie vermeiden sollten

Bevor wir uns mit der Erstellung eines konvertierenden Lead-Magneten beschäftigen, schauen wir uns häufige Fehler an, die dazu führen, dass Kontakte sich nach dem Download des Freebies verabschieden. Folgende Fehler machen Ihrem Lead-Magneten den Gar aus:

1. Zu unspezifisch und deshalb unnütz

Ein Lead-Magnet, der alle anspricht, klingt vielleicht erstmal praktisch. Doch wenn er zu unspezifisch ist, kann er seinen Nutzen verfehlen.

Vermutlich wird er viele Kontakte anziehen, doch wird er sie auch zu einer Interaktion bewegen?

Die kurze Antwort lautet: Nein. Weil das Geschenk nicht auf ein individuelles Problem eingeht. Wenn der Inhalt zu  allgemein oder wie etwas bereits Bekanntes wirkt, landet er im Download-Ordner und wird dort oft vergessen.

Nehmen wir zum Beispiel einen Lead-Magneten mit dem Titel „Die ultimative Checkliste fürs Online-Business“. Klar, das klingt erstmal nützlich, aber an wen genau richtet sich diese Checkliste? Und noch wichtiger: Welches spezifische Problem löst sie?

Nehmen wir zum Vergleich den Titel „In 5 Schritten die ersten 5 Coaching-Kund:innen gewinnen (ohne Social Media)“. Diese Checkliste spricht eine bestimmte Zielgruppe und ein eindeutiges Problem an. Sie liefert konkrete Ergebnisse, was das Freebie überzeugender und nützlicher macht.

2. Keine klaren Handlungsschritte

Ihr Lead-Magnet ist also mit spezifischen und hilfreichen Informationen gefüllt. Doch eine weitere Frage, die sich stellt, ist, was genau Ihre Abonnent:innen damit tun sollen.

Ohne klare, umsetzbare Schritte handelt es sich nur um einen Haufen Informationen, die nirgendwohin führen. Und Informationen ohne Handlungsanweisungen helfen nicht wirklich. Es besteht die Gefahr, dass Kontakte von Ihren E-Mails enttäuscht sind und das Interesse verlieren.

Es gibt Businesses, die ungern das „Wie“ preisgeben, weil sie befürchten, damit zu viel zu verschenken. Fakt ist aber: Ein Lead-Magnet, der konvertiert, vermittelt nicht nur Informationen – er hilft Abonnent:innen, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

3. Komplizierte Strategien, die überfordern

Natürlich ist es generell super, wenn Sie Ihren Lead-Magneten mit nützlichen, fachkundigen Strategien anreichern. Wenn er allerdings zu viele Details enthält, zu komplex ist oder zu viel Aufwand erfordert, können sich viele davon überfordert fühlen – und das kann dazu führen, dass sie die gewünschte Handlung nicht ausführen.

Ihre Kontakte möchten in der Regel etwas Klares und Einfaches, was direkt weiterhilft. Als Faustregel gilt: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Zielgruppe den Lead-Magneten sofort nutzen kann, um ein Ziel zu erreichen oder ein spezielles Problem zu lösen.

Fazit

Wenn Sie diese Fehler vermeiden, erhöhen Sie deutlich Ihre Chancen, mit Ihrem Lead-Magneten neue Kontakte dazu zu gewinnen und Ihre Abonnent:innen in zahlende Kund:innen zu transformieren.

Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie einen konvertierenden Lead-Magneten erstellen.

emailtooltester newsletter lead magnet banner

So erstellen Sie einen Lead-Magneten, der konvertiert

Bei einem Lead-Magneten mit hoher Konversionsrate geht es nicht darum, einfach nur etwas kostenlos zu verschenken. Vielmehr möchten Sie Ihrer Zielgruppe etwas Nützliches an die Hand geben, das ihr bei der Lösung eines dringenden Problems hilft und sie ganz natürlich zu Ihrer Lösung führt.

Hier ist unsere schrittweise Anleitung zum Erstellen eines Lead-Magneten, der zu Konversionen führt:

Schritt #1: Identifizieren Sie das Problem Ihrer Zielgruppe

Wenn Ihr Lead-Magnet das Problem Ihres Publikums nicht löst, werden die angesprochenen Personen sich aller Voraussicht nach nicht für Ihren Newsletter anmelden. Und falls sie es doch tun, werden sie sich vermutlich sofort danach wieder abmelden.

Deshalb muss Ihr Gratisgeschenk die Lösung eines Problems enthalten, das Ihre Zielgruppe aktuell lösen muss. Und je spezieller und dringender das Problem ist, für das Sie eine Lösung bieten, desto eher wird Ihr Lead-Magnet aus Ihrer Zielgruppe Kund:innen machen.

Doch wie herausfinden, welches Problem Ihr Publikum hat?

1. In den sozialen Medien aufmerksam sein

Ihre Zielgruppe erzählt Ihnen bereits, was sie braucht. Sie teilt Ihre Frustration tagtäglich in den sozialen Medien mit. Sie müssen nur genau hinhören.

  • Durchstöbern Sie Facebook-Gruppen, Reddit und LinkedIn-Beiträge, die sich auf Ihren Nischenbereich beziehen.
  • Halten Sie Ausschau nach Ärgernissen, Beschwerden und Fragen, die immer wieder auftauchen.
  • Achten Sie auf die verwendeten Begriffe, damit Sie einen Lead-Magneten erstellen können, der ihre Sprache spricht und auf sie zugeschnitten ist.

Nehmen wir an, Sie sind im Immobiliengeschäft tätig und sehen zahllose Beiträge, die wie folgt lauten: „Ich möchte ein Haus kaufen, weiß aber nicht, wo ich anfangen soll und ob ich mir das leisten kann.“

Dann sind Sie auf ein Problem gestoßen, das Sie in einen Lead-Magneten umwandeln können: „Leitfaden für den Hauskauf: Wie Sie Ihr Traumhaus ohne Stress finden, finanzieren und kaufen“.

2. Suchen Sie nach Amazon-Bestsellern in Ihrer Nische

Amazon-Besteller sind regelrechte Goldminen, denn sie liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, was Menschen am meisten schätzen. Wenn Menschen bereits für eine Lösung zahlen, werden sie auch an einer kostenlosen Option interessiert sein. Außerdem offenbaren die Bewertungen Lücken im Produkt, die Sie schließen können.

  • Suchen Sie die meistverkauften Bücher in Ihrer Branche und lesen Sie z.B. die Drei-Sterne-Bewertungen (diese sind am ausgewogensten).
  • Achten Sie darauf, was den Lesenden am besten gefallen hat (Beispiel: „Das hat mir geholfen, zu verstehen, wie ich X“).
  • Notieren Sie sich, was ihnen missfallen oder gefehlt hat (Beispiel: „Es wäre toll, wenn auf Y eingegangen worden wäre“).

So können Sie herausfinden, welches Problem Sie bedienen können, das andere Produkte noch nicht lösen.

3. Studieren Sie die Bewertungen Ihrer Konkurrenz

Ihre (direkte oder indirekte) Konkurrenz hat ein ähnliches Publikum wie Sie. Warum also nicht deren Rückmeldungen zu Ihrem Vorteil nutzen? 🤓

  • Suchen Sie nach Kommentaren bzw. Bewertungen zu ähnlichen Produkten, Kursen oder Dienstleistungen.
  • Identifizieren Sie Muster, zum Beispiel Personen, die wiederholt um dieselbe Hilfestellung bitten.
  • Wenn Frustration rund um ein Thema immer wieder auftaucht, handelt es sich um ein Problem, das eine Lösung wert ist.

4. Fragen Sie direkt bei Ihrer Zielgruppe nach

Antworten erhält man manchmal am einfachsten, wenn man einfach direkt fragt. Wenn Sie bereits eine involvierte Zielgruppe haben, fragen Sie sie, was sie benötigt.

  • Senden Sie eine kurze E-Mail mit der Frage: „Was ist Ihr größtes Problem bei [Thema]?“
  • Führen Sie in Ihrer Facebook-Gruppe, Ihren Instagram-Stories oder Ihrem LinkedIn-Profil eine Umfrage durch.
  • Sprechen Sie mit alten Kund:innen und fragen Sie: „Was war Ihre größte Herausforderung, bevor Sie mit mir zusammengearbeitet haben?“

Schritt #2: Wählen Sie die richtige Art von Lead-Magnet

Nachdem Sie die größten Probleme Ihrer Zielgruppe identifiziert haben, geht es nun darum, das beste Format für die Bereitstellung Ihrer Lösung zu wählen, sprich Ihren Lead-Magneten.

Lead-Magnet-Beispiele gibt es unzählige, sie funktionieren aber nicht alle auf die gleiche Weise. Die richtige Auswahl ist abhängig von den Vorlieben Ihrer Zielgruppe und der Komplexität der Lösung.

Wie konsumiert Ihr Publikum Informationen? Liest es gerne, schaut es sich gerne Videos an oder mag es Ressourcen, mit denen es interagieren kann? Reicht eine einfache Checkliste, um das Problem zu lösen? Oder brauchen sie eine detaillierte Anleitung?

Hier folgen einige der wirksamsten Arten von Lead-Magneten:

1. Herunterladbare PDFs

Hierzu gehören Checklisten, Vergleichstabellen und hilfreiche E-Books. Sie eignen sich hervorragend für alle, die „nur Anweisungen“ brauchen, sehr beschäftigt sind und sich eine Referenzquelle wünschen, die sie sofort nutzen können.

  • E-Books eignen sich gut für Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
  • Checklisten brechen einen Ablauf in einfach zu befolgende Schritte herunter.
  • Vergleichstabellen liefern Ihnen eine vorgefertigte Struktur, die Ihnen Zeit und Aufwand spart.

2. Gratis-Schulungen

Das sind E-Mail-Kurse (EBC), Webinare (auch bekannt als Meisterklassen) und Video-Lektionen. Sie eignen sich am besten für Personen und Probleme, die praktische Anleitungen, Schritt-für-Schritt-Veranschaulichungen oder eine zeitnahe Interaktion erfordern.

  • E-Mail-Kurse ermutigen die Zielgruppe mit aktionserfordernden E-Mails zum Learning by Doing.
  • Video-Lektionen liefern Schritt-für-Schritt-Anleitungen in einem visuellen Format.
  • Webinare liefern hochwertige Inhalte und Veranschaulichungen in Echtzeit.

3. Individuelle Assessments

Hierzu gehören kostenlose Audits, Strategiesitzungen und Quizze. Sie eignen sich gut für Menschen, die eine maßgeschneiderte Lösung und keine Einheitslösung suchen.

  • Audits liefern individuelles Feedback zur Optimierung bestimmter Bereiche.
  • Strategie-Sitzungen bieten fachkundige Erkenntnisse und Empfehlungen für die nächsten Schritte.
  • Quizze untersuchen spezifische Probleme und stellen personalisierte Empfehlungen bereit.

Schritt #3: Erstellen Sie den Inhalt des Lead-Magneten

Für einen hochkonvertierenden Lead-Magneten müssen Sie nicht Ihr komplettes Wissen preisgeben. Er muss lediglich dabei helfen, ein spezielles Problem zu lösen.

Egal, welches Format Sie wählen – Ihr Lead-Magnet sollte klar, einfach und handlungsorientiert sein, um Ihre Kontakte zu Interaktionen und Konversionen zu ermutigen.

So erstellen Sie einen Lead-Magneten mit hochwertigem Content:

1. Herunterladbare PDF-Inhalte

Achten Sie darauf, dass der Inhalt klar, prägnant und auf den Punkt gebracht ist. Beginnen Sie mit einer aussagekräftigen Startseite (oder einem einleitenden Absatz), die den Lesern genau vermittelt, wie das PDF ihnen helfen wird, ihre Ziele zu erreichen. Fügen Sie ein Inhaltsverzeichnis hinzu, um den Leser:innen einen Überblick über den Inhalt zu geben.

Danach strukturieren Sie den Hauptteil so, dass er die Lösung eines bestimmten Problems behandelt. Gliedern Sie den Ablauf in praktische Schritte oder wichtige Kernpunkte. Lassen Sie Ihr fachkundiges Wissen oder Profi-Tipps einfließen, aber vermeiden Sie Fachjargon oder langatmige Erklärungen. Und schließlich geben Sie den Leser:innen konkrete Maßnahmen an die Hand, die ihnen bei der Umsetzung des Gelernten helfen.

inhaltsverzeichnis emailtooltester ebook

Inhaltsverzeichnis des kostenlosen EmailTooltester E-Book

Hier noch ein weiterer Tipp für PDF-Inhalte: Lassen Sie die übliche Einleitung weg und richten Sie die erste Seite voll und ganz auf Ihr Publikum aus.

Auf dieser „einleitungsfreien ersten Seite“ schreiben Sie nicht über sich selbst oder Ihr Unternehmen, sondern widmen sich gleich den Problemen Ihres Publikums und erläutern, wie das PDF bei der Lösung behilflich ist. Damit gewinnen Sie sofort  Aufmerksamkeit und sorgen dafür, dass Ihr Publikum weiterliest, um die Lösung zu erfahren.

Um mit dem Inhalt dieser Seite zu überzeugen, können Sie z.B. die sog. PAS- oder AIDA-Formel nutzen. Das Ziel ist es, auf die Probleme ihrer Leser:innen einzugehen, ihre Frustrationspunkte hervorzuheben und ihnen zu versprechen, dass sie am Ende des PDFs einen klaren Lösungsweg erhalten.

PDF ebook first page

Erste Seite eines Gratis-E-Books zur persönlichen Finanzberatung

2. Kostenlose Schulungsinhalte

Ihre Schulungsinhalte sollten interessant, dialogbasiert und umsetzbar sein. Orientieren Sie sich am Prinzip „Zeigen, nicht erklären“. Nutzen Sie Storytelling, Beispiele und Fallstudien, um klarzumachen, wie Ihre Methoden funktionieren. Gestalten Sie die Schulung interaktiv mit Aufgaben, Arbeitsblättern und Frage-Antwort-Runden.

Bei E-Mail-Kursen sollten Sie bereits in der ersten E-Mail einen Mehrwert bieten und die Anzahl der E-Mails auf maximal 5 bis 7 beschränken. Bei Videokursen und Webinaren nennen Sie zu Beginn das Lernziel und bieten Sie zusätzliche Ressourcen wie beispielsweise ein Arbeitsblatt an.

jessica stellwags videotraining für hochsensible lead magnet

Jessica Stellwags Videotraining für Nervensystem-Regulierung

3. Individuelle Assessments

Vermeiden Sie zu lange oder zu allgemeine Assessments. Stellen Sie klare, zielorientierte Fragen, die auf die Probleme der Abonnent:innen eingehen. Und verwenden Sie eine natürliche Ausdrucksweise, damit es sich wie ein Gespräch und nicht wie ein Persönlichkeitstest anfühlt.

Die Ergebnisse sollten ebenfalls zielgerichtete Erkenntnisse und klare nächste Schritte liefern. Bei einem Quiz sollte das Ergebnis auf unterschiedliche Segmente abgestimmt sein. Für ein Audit oder ein Strategiegespräch heben Sie die wichtigsten 1 bis 3 Bereiche hervor, die angegangen werden sollen, und liefern Sie mögliche Lösungen.

Chanti Zak's Quiz

Chanti Zak: The Sustainable Success Quiz

Schritt 4: Lead-Magneten gestalten und mit Inhalt füllen

Ganz egal, wie nützlich der Inhalt Ihres Lead-Magneten ist – wenn das Gesamtpaket nicht stimmt, wird er sehr wahrscheinlich nicht funktionieren. Abonnent:innen werden sich nicht mit einem überladenen PDF, einem verwirrenden Schulungsvideo oder einem umständlichen Ablauf beschäftigen, geschweige denn zum Kauf übergehen.

Deswegen sollte Ihr Lead-Magnet hochwertig wirken, auch wenn er kostenlos ist. So bauen Sie Vertrauen auf und machen aus Abonnent:innen zahlende Kund:innen.

Und so gestalten Sie Ihren Lead-Magneten, damit er einen guten Eindruck hinterlässt:

1. Design der herunterladbaren PDFs

Ich glaube, so gut wie niemand möchte ein 1000-seitiges Dokument öffnen und vom Text erschlagen werden. Sorgen Sie deshalb für ein übersichtliches Design, ein einfaches Layout und minimalistisch gestaltete Seiten.

Verwenden Sie Überschriften, Aufzählungspunkte und Weißräume, damit der Inhalt gut zu überfliegen ist. Machen Sie ihn interaktiv, indem Sie Symbole, Bilder und ausfüllbare Abschnitte nutzen. Denken Sie daran, Ihr Logo, Ihre Markenfarben und Ihre Schriftarten zu verwenden.

Und verstecken Sie die umsetzbaren Tipps nicht im Fließtext. Heben Sie sie hervor, um die Leserschaft zu einer Handlung zu ermutigen. Sie z.B. als Übungen oder Aufgaben zu präsentieren, kann die Motivation hochhalten.

Im unten abgebildeten Beispiel sehen Sie einen herausklappbaren Bereich mit praktischen Übungen, anhand derer die Lesenden ihre eigene Website überprüfen können. Ein kleiner Abschnitt wie dieser kann einen großen Unterschied darin machen, wie nützlich und einprägsam ein Lead-Magnet ist.

PDF action tasks

Aufgabenbereich in einem PDF-E-Book, das von Yemi Pelumi erstellt wurde.

Sie können Ihr Lead-Magnet-PDF auch kostenlos mit Canva erstellen. Die Software hat zahllose Vorlagen und ist einfach zu bedienen (auch ohne jegliche Design-Kenntnisse). Laden Sie die PDF anschließend herunter und auf Google Drive oder in Ihren E-Mail-Service-Provider (ESP) hoch und schicken Sie den Link an Ihre Abonnent:innen.

2. Einrichtung kostenloser Schulungen

Wenn Sie einen E-Mail-Kurs (EBC) (Text auf Englisch) anbieten, sollte jede E-Mail-Lektion weniger als 5 Minuten Lesezeit in Anspruch nehmen. Verwenden Sie Unterüberschriften, kurze Absätze und Aufzählungszeichen, um das Überfliegen des Textes zu erleichtern. Und richten Sie die Lektion als automatisierte E-Mail-Sequenz in Ihrem ESP ein, damit sie rechtzeitig zugestellt werden kann.

Ein von vielen nicht genutzter Geheimtipp ist das Einfügen eines sogenannten Skip-Links (Artikel auf Englisch). Ein solcher Link in jeder E-Mail-Lektion macht es den Abonnent:innen möglich, die nächste Lektion sofort per Klick und nicht erst am nächsten Tag zu erhalten. Das erhöht Ihre Klickrate (CTR), verbessert Ihre Zustellbarkeit und veranlasst Ihre Kontakte, Ihre Links anzuklicken.

Wenn es um Video-Lektionen geht, sprechen Sie nicht einfach in die Kamera. Zeichnen Sie die Schulung mit einer Folie und Bildschirmfreigabe auf, damit die Teilnehmenden gut folgen können. Ihre Videos können Sie auf YouTube (ungelistet) oder auf Plattformen wie Teachable oder Kajabi bereitstellen.

Auch Webinare erfordern Folien. Aber erstellen Sie sie auf Plattformen mit integrierten Chat-Funktionen wie Zoom oder Google Meet. Denken Sie daran, das Webinar aufzuzeichnen, damit Sie später den Aufzeichnungslink versenden können.

3. Einrichtung individueller Assessments

Verzichten Sie auf langweilige Berichte und zeichnen Sie Ihre Audits am besten mit Tools wie Loom auf. Bleiben Sie mit Ihrem Video dabei unter 10 Minuten und vermeiden Sie ausschweifende Erklärungen. Gliedern Sie den Inhalt stattdessen in 3 Schritte: Erläutern Sie, was falsch ist, warum es wichtig ist und wie das Problem gelöst werden kann.

Wenn Sie Strategiesitzungen anbieten, verwenden Sie am besten Terminbuchungs-Apps wie Calendly oder Acuity Scheduling, um Buchungen und Erinnerungen zu automatisieren. Richten Sie für den Anruf Zoom oder Google Meet ein und fassen Sie mit einer Kombination aus Danke-E-Mail, Zusammenfassung der Ergebnisse und empfohlenen nächsten Schritten nach.

Mit Plattformen wie Typeform und Fillout können Sie interaktive Quizze erstellen. Stellen Sie sicher, dass Sie die Zusammenfassung der Ergebnisse sofort mitteilen. Im Anschluss senden Sie eine E-Mail mit den Einzelergebnissen und einem persönlichen Rat.

Schritt 5: Erstellen Sie eine Handlungsaufforderung (CTA), die zu Konversionen führt

Ihr Lead-Magnet ist der Ausgangspunkt, um Ihre Kundschaft zur Zusammenarbeit zu bewegen. Die meisten Ihrer Kontakte werden aber keine Verbindung zwischen Ihrem kostenlosen Geschenk und Ihrem kostenpflichtigen Angebot herstellen. Sie werden Ihre PDF herunterladen, sich die Schulung anschauen oder die Quiz-Fragen beantworten und dann vermutlich verschwinden.

Deshalb müssen Sie sie an die Hand nehmen, sodass aus dem „das war hilfreich“ ein „ich brauche mehr davon“ wird. Das Geheimnis besteht darin, 2 Arten von CTAs in Ihren Lead-Magneten einzubetten – einer, der der Zielgruppe kurzfristig einen schnellen Erfolg verschafft, und einer, der sie zu Ihrem kostenpflichtigen Angebot führt.

1. Kurzfristige CTA für den Vertrauensaufbau

Vertrauen, das zu Konversionen führt, bauen Sie am schnellsten auf, wenn Sie Ihren Kontakten schnell zu einem Erfolg verhelfen (egal, wie klein er auch sein mag). Fordern Sie sie also in Ihren kostenlosen Inhalten zu einer sofortigen Aktion auf.

  • Herunterladbare PDFs: Bitten Sie darum, ein Arbeitsblatt auszufüllen oder eine kleine Aktion in jedem Abschnitt auszuführen.
  • Gratis-Schulung: Stellen Sie Ihren Kontakten vor Bereitstellung der nächsten Lektion eine kleine Aufgabe.
  • Individuelle Assessments: Fordern Sie zu einer Reaktion auf, in der Sie ihre wichtigsten Erkenntnisse oder den besten Tipp mitteilen, den sie umsetzen werden.

Gestalten Sie die CTA so, dass sie unmöglich ignoriert werden kann. Leiten Sie sie zum Beispiel mit folgendem Satz ein: „Nehmen Sie sich vor dem nächsten Abschnitt 2 Minuten Zeit, um [Aktion].”

EBC with action task

Mögliche Aufgaben für die Namenssuche eines EBC für den Listenaufbau (Quelle: The Sustainable Success Quiz

2. Weitere CTA für Ihr kostenpflichtiges Angebot

Lead-Magneten sind nicht für den aggressiven Verkauf vorgesehen. Außerdem sollten sie nie ein als Werbegeschenk verkleidetes gigantisches Angebot sein. Vielmehr sollte Ihr Lead-Magnet ganz natürlich zu einer Nachfrage nach Ihren kostenpflichtigen Dienstleistungen oder Produkten führen.

Verwenden Sie also eine abschließende CTA, um Ihr Angebot als nächsten logischen Schritt für eine größere Veränderung zu präsentieren. Oder bieten Sie sogar Ihre Hilfe an, um die gratis verteilten Lösungen umzusetzen, denn nicht alle haben die Zeit oder die Kenntnisse, das zu tun.

Beispiele:

  • Sie haben Ihren Kontakten mit Ihrer Budgetvorlage geholfen, ihre Unternehmensausgaben zusammenzutragen? Jetzt brauchen sie eine persönliche Cashflow-Beratung.

CTA: „Benötigen Sie Hilfe bei der Erstellung Ihres Budgets für langfristiges Wachstum? Vereinbaren Sie ein kostenloses Beratungsgespräch.“

  • Sie haben in Ihren Webinaren gezeigt, wie man mit KI Datenerfassungsaufgaben automatisieren kann? Dann braucht Ihre Zielgruppe jetzt ein KI-gestütztes Datenautomatisierungstool.

CTA: „Möchten Sie Ihren Datenfluss ohne Programmierkenntnisse automatisieren? Testen Sie [App-Name] 14 Tage kostenlos.“

  • Konnten Sie mit Ihrem Quiz dazu beitragen, dass Ihre Zielgruppe ihre Persönlichkeit entdeckt? Dann brauchen die Teilnehmenden jetzt Unterstützung beim Überdenken des aktuellen Kleidungsstils.

CTA: „Sind Sie bereit dafür, dass sich Ihre Persönlichkeit in Ihrer Kleidung widerspiegelt? Dann buchen Sie eine kostenlose Stilberatung.“

call to action im emailtooltester ebook

CTA-Abschnitt im EmailTooltester E-Book

Lead Magnet erstellen: Zusammenfassung

Ein Lead-Magnet, der Konversionen bringt, macht vor allem 2 Dinge: Er hilft Ihren Kontakten, schnell ein Problem zu lösen, und schafft eine Nachfrage nach den Lösungen, die Sie bieten.

Eventuell denken Sie gerade: „Was, wenn ich zu viel kostenlos hergebe?“ Oder: „Was, wenn ein CTA zu sehr nach Verkaufstaktik klingt?“

Genau aus solchen Ängsten heraus erstellen Unternehmen Lead-Magneten, die keine Konversionsraten verzeichnen. Fakt ist: Ihr Lead-Magnet gibt einen ersten Vorgeschmack auf die Zusammenarbeit mit Ihnen bzw. die Nutzung Ihres Produkts.

Wenn Sie also einen Teil Ihres wertvollen Wissens gratis hergeben und Kontakte zu Ihren kostenpflichtigen Angeboten leiten, hindert das die Kontakte nicht daran, zu Kund:innen zu werden. Vielmehr stärkt es das Vertrauen in Sie und verhilft ihnen zu der umfassenden Veränderung, die sie anstreben.

Was Abonnent:innen tatsächlich abschreckt, ist ein oberflächlicher Lead-Magnet ohne jeglichen Wert – einer, der mehr Fragen aufwirft, als Antworten gibt, oder, schlimmer noch, keine klaren Handlungsschritte aufzeigt.

Befolgen Sie also die Schritte in diesem Guide, um einen Lead-Magneten zu erstellen, der konvertiert. Schenken Sie Ihren Kontakten großzügig einen kostenlosen Nutzen und fordern Sie sie zum Handeln auf. Das Ziel Ihres Lead-Magneten besteht nicht nur darin, Abonnenten anzuziehen und zu gewinnen, sondern sie auch dazu zu bewegen, sich für Ihre Dienstleistungen und Produkte zu entscheiden.

> Holen Sie sich Inspiration durch weitere Lead-Magnet-Beispiele

Die Autoren

Mehr über uns

Annika Müller

Content Manager

Hola, ich bin Annika. Digitale Tools, darunter auch E-Mail Marketing-Software, teste, bewerte und supporte ich seit ca. 8 Jahren. Fremdsprachen und andere Kulturen kennenzulernen gehörten immer zu meinen Leidenschaften. Deshalb entschied ich mich nach meinem M.A. Abschluss in Medienwissenschaften, meinen Wohnsitz ins sonnige Spanien zu verlegen und freue mich von hieraus User:innen im Bereich E-Mail Marketing zu unterstützen.

Charlotte Evans

Content Manager

Hallo, ich bin Charlotte! Ich war schon immer begeistert davon, anderen zu helfen, egal ob online oder persönlich. Nachdem ich für verschiedene Tech-Startups und E-Commerce-Unternehmen gearbeitet habe, entwickelte ich eine starkes Interesse für E-Mail-Marketing und Content-Erstellung. Als Teil des EmailTooltester-Teams gebe ich dieses Wissen gerne weiter!

Mehr über uns

WIE WIR TESTEN

Dieser Artikel wurde von unserem Expert:innenteam geschrieben und folgt unserem eigens entwickelten Testverfahren.

Unser Testverfahren