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Kostenlose Newsletter Tools: Wir haben die 8 besten Anbieter verglichen

Author

4 Apr. 2017

Robert Brandl

Kostenlose Newsletter-Tools

Aktualisiert am 04.04.2017

Egal ob Sie mit Kunden, Vereinsmitgliedern oder sonstigen Interessenten in Kontakt bleiben möchten, bietet sich meistens ein E-Mail Newsletter dafür an.

Natürlich ist es auch möglich dafür seinen Freemail-Anbieter, wie z.B. Web.de oder Gmail, zu nutzen. Besonders elegant ist das allerdings nicht und ab 30 Leuten wird die Sache auch sehr unübersichtlich:

Falls Sie alle Kontakte in das CC-Feld setzen, führt das häufig zu ungewollten Massen-E-Mails, nur weil wieder jemand aus Versehen “Allen Antworten” geklickt hat. Die Empfänger in BCC zu setzen, gibt der E-Mail dagegen einen ziemlich unpersönlichen Touch.

Was tun?

Zum Glück ist man heute nicht mehr auf die teuren und komplexen Mail Programme von früher angewiesen. Es gibt inzwischen eine Reihe von professionellen E-Mail Anbietern, die kostenlose Tarife anbieten – ideal für kleine Verteilerlisten. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, was die kostenlosen Anbieter zu bieten haben und worauf Sie achten sollten.

Video: das gibt es zu beachten beim Newsletter-Versand

> Newsletter2Go testen
> CleverReach testen

Warum gibt es überhaupt kostenlose Tarife?

Der Grund ist folgender: der Anbieter möchte, dass Sie sich an die Software gewöhnen, so dass Sie später möglichst in einen Bezahltarif wechseln. Denn ab einer bestimmten Verteilergröße ist das Newsletter Tool dann leider nicht mehr kostenlos (die genauen Limits finden Sie weiter unten in der Tabelle). Freemium nennt sich dieses Modell. Außerdem gibt es in der Regel einen kleinen Werbebutton in der Fußzeile des Newsletters.

Welche Leistungen bieten die gratis Newsletter Tools?

cloudDie Anbieter, die wir in diesem Artikel besprechen, sind allesamt „gehostete“ E-Mail Marketing Lösungen. Cloud-basiert kann man auch sagen, aber das ist nur ein weiteres Fremdwort.

Im Grunde bedeutet das ganz einfach, dass die Software wie auch Ihre Daten auf dem Server des Anbieter gespeichert werden. Sie greifen auf das Newsletter Tool einfach über Ihren Web-Browser zu und müssen auf Ihrem Rechner nichts installieren.

Auch brauchen Sie keinen eigenen Mailserver aufsetzen, was extrem praktisch ist. So müssen Sie sich selbst keine Sorgen über Zustellproblematiken bei den einzelnen E-Mail Anbietern wie beispielsweise GMX oder Gmail machen. Denn das ist eine komplette Wissenschaft für sich.

Außerdem wird Sie folgendes freuen: die Rückläufer (Bounces) werden automatisch deaktiviert. Vorbei sind die Zeiten, in denen Ihr Postfach von “Mailer-Daemon” Nachrichten verstopft wird. Und wenn einer Ihrer Abonnenten keine Lust mehr auf den Newsletter hat, kann er sich über den Abmeldelink selbst austragen.

Zu guter Letzt haben Sie auch noch den Vorteil der Statistiken. Dadurch sehen Sie wer Ihre Newsletter öffnet und die darin enthaltenen Links klickt.

Anbietervergleich kostenlose Newsletter Programme

Es gibt gleich einige Newsletter-Anbieter, mit denen Sie kostenlos E-Mails versenden können. Im folgenden unterscheiden in deutschsprachige und internationale Anbieter.

6 deutschsprachige Newsletter Tools mit kostenlose Tarifen

Anbieter Leistung kostenloser Tarif Kommentar
Newsletter2Go
(Testbericht)
1.000 E-Mails pro Monat, Empfängerzahl egal Ordentliches Tool mit mobilfreundlichen Templates. Im kostenlosen Tarif gibt es keine Limitierungen bei den Funktionen. Interessant sind auch die günstigen Bezahltarife. Keine Werbung im Newsletter und auch telefonischer Support ist enthalten.
 CleverReach
(Testbericht)
250 Empfänger, 1000 E-Mails pro Monat Die nutzerfreundliche Newsletter Software bietet viele Funktionen. Der Template-Editor ist einer der besten auf dem Markt. Im kostenlosen Tarif gibt es einen Werbebutton, der leider nicht entfernt werden kann. Nicht alle Funktionen (z.B. Autoresponder) können kostenlos genutzt werden.
 Benchmark
(Testbericht)
2.000 Empfänger, bis zu 14.000 E-Mails pro Monat Benchmark bietet eine recht ordentliche Funktionalität. Aber auch wenn es die Website auf Deutsch gibt, ist das Produkt schon eher auf den US-Markt zugeschnitten. Das merkt man z.B. an den Preisen in USD. Im kostenlosen Tarif stehen nicht alle Funktionen zur Verfügung.
Newstroll 50.000 E-Mails pro Monat Quantitativ der beste kostenlose Tarif, kein Template-Editor, recht komplizierte Bedienung, Funktionsumfang stark eingeschränkt. Es gibt textbasierte Werbung am Ende eines Newsletters.
SendInBlue
(Testbericht)
9.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 300) Anbieter aus Frankreich, mit einem Drag and Drop-Editor, der gut funktioniert. Bietet eine deutsche Oberfläche. Im kostenlosen Tarif enthalten die E-Mails einen Werbebutton. Zu beachten ist hier das Tageslimit an E-Mails. Eignet sich auch für reine Transaktions-E-Mails (Rechnungen, Bestätigungs-E-Mails etc.).
Mailjet  6.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 200) Ähnlich wie SendInblue kommt auch Mailjet aus Frankreich. Der Newsletter-Editor funktioniert sehr gut und hat den Vorteil, dass hier keine Werbung hinzugefügt wird. Auch für reine Transaktions-E-Mails geeignet.

Diese sechs Anbieter haben bereits alles im Gepäck, was Sie für einen kleinen Newsletter benötigen – egal ob mit Bildern, also im HTML-Format, oder rein textbasiert.

Newsletter2Go ist sehr einfach zu bedienen und bietet einen tollen Newsletter-Editor. Falls Sie unter 250 Empfängern bleiben, würden wir aber tendenziell eher zu CleverReach raten. Andernfalls bietet Newsletter2Go aber recht günstige Tarife, falls Sie planen weiter zu wachsen.

CleverReach ist optimal, wenn Sie einen Anbieter suchen, mit dem es auch kein Problem ist, komplexere Dinge zu realisieren. Funktionsmäßig ist hier alles geboten, von klassischen Newslettern, die Sie perfekt stylen können bis hin zu Autorespondern. Im kostenlosen Tarif ist der Autoresponder leider nicht enthalten, man kann ihn aber bereits im Prepaid Tarif nutzen. Der Newsletter-Editor gefällt uns von allen Anbietern am besten.

Newstroll bietet von den Versandzahlen her den attraktivsten Gratis-Tarif – stattliche 50.000 E-Mails pro Monat gibt es hier. Leider gibt es keinen Template-Editor und die Bedienung fanden wir von allen Anbietern am kompliziertesten. Falls Sie aber sowieso hauptsächlich Text E-Mails versenden möchten, können Sie das Tool ausprobieren. Zu beachten ist des Weiteren, dass im kostenlosen Bronze-Tarif viele Reportingfunktionen nicht verfügbar sind.

Internationale Newsletter-Programme (englischsprachig)

Anbieter Leistung kostenloser Tarif Kommentare
MailerLite
(Testbericht)
1.000 Empfänger mit unbegrenzten E-Mails Beim kostenlosen Tarif von MailerLite haben Sie erfreulicherweise keine Limitierungen bei den Funktionen. Das schließt den Autoresponder, die Webformulare und den Support mit ein. Die Bezahltarife sind erschwinglich und die Empfängerdaten werden innerhalb der EU gehostet.
MailChimp
(Testbericht)
2.000 Empfänger mit bis zu 12.000 E-Mails pro Monat. Im Gegensatz zu MailerLite bietet MailChimp nicht die volle Bandbreite an Funktionen im kostenlosen Tarif. Dafür darf man bis zu 2.000 Empfänger in seinen Account laden. Die Bezahltarife sind relativ teuer und werden ausschließlich in USD abgerechnet. Zudem baut Mailchimp einen kleinen Werbebutton in jede versendete E-Mail.

Falls es nicht komplett kostenlos sein muss, können Sie sich auch unseren Newsletter-Kostenrechner ansehen. Dort vergleichen Sie ganz einfach die Preise der wichtigsten Newsletter-Services im deutschsprachigen Raum.

Fazit

mailFalls Sie Ihren Newsletter aktuell per Outlook versenden oder das aus Kostengründen auch nur in Erwägung ziehen, sollten Sie das auf jeden Fall nochmal überdenken.

Mit einer professionellen Newsletter-Software haben Sie nicht nur eine Listenverwaltung und automatische Rückläufer-Verwaltung, Sie können des Weiteren auch Anmeldeformulare erstellen, so dass Interessenten sich automatisch anmelden können.

Sehen Sie sich genau an, welches Newsletter Tool Sie am benutzerfreundlichsten finden und machen Sie sich auch Gedanken über den Funktionsumfang – jetzt und in Zukunft. Ein Wechsel ist natürlich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sollte Sie nicht davon abhalten, möglichst bald in die Welt des E-Mail Marketings einzusteigen.

Tipp: Hier finden Sie unseren kostenlosen E-Mail Marketing Crash Kurs. Darin lernen Sie Schritt für Schritt, was es alles zu beachten gibt beim Newsletter-Versand und wie Sie erfolgreich starten.

 

Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, freue ich mich über Ihren Kommentar!

 

Bilder: benicce/photocase, erikmoberg.net/iconmaker.php