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Kostenlose Newsletter Tools: Die 8 besten Anbieter im Vergleich

Author

4 Apr. 2017

Robert Brandl

kostenlose newsletter software

Aktualisiert am 30.10.2018

Egal ob Sie mit Kunden, Vereinsmitgliedern oder sonstigen Interessenten in Kontakt bleiben möchten, bietet sich meistens ein E-Mail Newsletter dafür an.

Natürlich ist es auch möglich dafür seinen Freemail-Anbieter, wie z.B. Web.de oder Gmail, zu nutzen. Besonders elegant ist das allerdings nicht und ab 30 Leuten wird die Sache auch sehr unübersichtlich:

Falls Sie alle Kontakte in das CC-Feld setzen, führt das häufig zu ungewollten Massen-E-Mails, nur weil wieder jemand aus Versehen “Allen Antworten” geklickt hat. Die Empfänger in BCC zu setzen, gibt der E-Mail dagegen einen ziemlich unpersönlichen Touch.

Was tun?

Zum Glück ist man heute nicht mehr auf die teuren und komplexen Mail Programme von früher angewiesen. Es gibt inzwischen eine Reihe von professionellen E-Mail Anbietern, die kostenlose Tarife anbieten – ideal für kleine Verteilerlisten. In diesem Artikel möchte ich Ihnen zeigen, was die kostenlosen Anbieter zu bieten haben und worauf Sie achten sollten.

Anbietervergleich kostenlose Newsletter Programme

Es gibt gleich einige Newsletter-Anbieter, mit denen Sie kostenlos E-Mails versenden können. Im folgenden unterscheiden in deutschsprachige und internationale Anbieter.

6 deutschsprachige Newsletter Tools mit kostenlose Tarifen

Anbieter Leistung kostenloser Tarif Kommentar
Newsletter2Go
(Testbericht)
1.000 E-Mails pro Monat, Empfängerzahl egal Ordentliches Tool mit mobilfreundlichen Templates. Im kostenlosen Tarif gibt es keine Limitierungen bei den Funktionen. Interessant sind auch die günstigen Bezahltarife. Keine Werbung im Newsletter und auch telefonischer Support ist enthalten.
 CleverReach
(Testbericht)
250 Empfänger, 1000 E-Mails pro Monat Die nutzerfreundliche Newsletter Software bietet viele Funktionen. Der Template-Editor ist sehr effizient, könnte hier und da aber ein wenig flexibler sein. Im kostenlosen Tarif gibt es einen Werbebutton, der leider nicht entfernt werden kann. Nicht alle Funktionen (z.B. Autoresponder) können kostenlos genutzt werden.
 Benchmark
(Testbericht)
2.000 Empfänger, bis zu 14.000 E-Mails pro Monat Benchmark bietet eine recht ordentliche Funktionalität. Aber auch wenn es die Website auf Deutsch gibt, ist das Produkt schon eher auf den US-Markt zugeschnitten. Das merkt man z.B. an den Preisen in USD. Im kostenlosen Tarif stehen nicht alle Funktionen zur Verfügung.
SendInBlue
(Testbericht)
9.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 300) Anbieter aus Frankreich, mit einem Drag and Drop-Editor, der gut funktioniert. Bietet eine deutsche Oberfläche. Im kostenlosen Tarif enthalten die E-Mails einen Werbebutton. Zu beachten ist hier das Tageslimit an E-Mails. Eignet sich auch für reine Transaktions-E-Mails (Rechnungen, Bestätigungs-E-Mails etc.).
Newstroll 50.000 E-Mails pro Monat Quantitativ der beste kostenlose Tarif, kein Template-Editor, recht komplizierte Bedienung, Funktionsumfang stark eingeschränkt. Es gibt textbasierte Werbung am Ende eines Newsletters.
Mailjet  6.000 E-Mails pro Monat (Tageslimit: 200) Ähnlich wie SendInblue kommt auch Mailjet aus Frankreich. Der Newsletter-Editor funktioniert sehr gut und hat den Vorteil, dass hier keine Werbung hinzugefügt wird. Auch für reine Transaktions-E-Mails geeignet.

Newsletter2Go

newsletter2go

Das Schöne bei Newsletter2Go ist, dass Sie im kostenlosen (Lite-)Tarif keine Werbung in Ihren Newslettern haben. So können Sie direkt professionelle E-Mails versenden, bis zu 1000 Stück jeden Monat. Da dieses Angebot zweifelsohne verlockend ist, richtet sich das Angebot ausschließlich an gewerbliche Nutzer.

Was uns gefällt: der flotte und einfach zu bedienende Editor. Alle Templates sind responsive und es gibt sehr gute Basislayouts, die so gut wie alle Anwendungsfälle abdecken. Die Zustellbarkeit von Newsletter2Go erreichte in unseren Tests Höchstwerte.

Was verbessert werden sollte: das Preismodell in den Bezahltarifen könnte flexibler gestaltet werden, da es vergleichsweise teuer ist, die gleichen Empfänger mehrmals pro Monat anzuschreiben.

Kostenloser Tarif: www.newsletter2go.de

CleverReach

cleverreach

Der kostenlose Tarif von CleverReach gilt für bis zu 250 Abonnenten und 1000 E-Mails. Es gibt ein paar Limitierungen, wie den stark begrenzten Speicherplatz für Bilder (5MB). Auch blendet CleverReach hier Eigenwerbung ein. Erfreulicherweise sind E-Mail Automationen auch im Free-Tarif enthalten, genauso wie persönlicher Support.

Was uns gefällt: CleverReach ist ein recht ausgereiftes Newsletter Tool, das auch komplexere Dinge wie Autoresponder beherrscht. Es gibt eine große Bandbreite an Kampagnen-Typen und die Reporting-Funktion bietet Heatmaps und weitere nützliche Analyse-Tools.

Was verbessert werden sollte: nicht alle Templates sind responsive, das passt längst nicht mehr in die heutige Zeit. Das geringe Limit für Speicherplatz sollte angehoben werden. Und wer aus dem kostenlosen Tarif herauswächst, wird merken, dass CleverReach seinen Preis hat.

Kostenloser Tarif: www.cleverreach.de

Benchmark

benchmark

Die US-Firma Benchmark bietet ihre Newsletter Software in allen wichtigen europäischen Sprachen an, darunter natürlich auch Deutsch. Erfreulich ist der großzügige kostenlose Tarif: bis zu 2000 Abonnenten darf man 14.000 E-Mails senden. Wer gerade erst mit E-Mail Marketing anfängt, wird sicher eine Weile brauchen um dieses Kontingent zu überschreiten. Leider fehlen einige wichtige Funktionen, wie die Automatisierungen und Autoresponder.

Was uns gefällt: das Design des Tools und der nutzerfreundliche Editor sind echte Pluspunkte. Die Templates sehen größtenteils modern aus und sind mobilfreundlich. Zudem sind zahlreiche Integrationen mit Tools wie WordPress, Facebook und Shopify verfügbar.

Was verbessert werden sollte: leider war die Zustellbarkeit extrem schlecht in unseren Tests (insbesondere für Outlook und Hotmail). Die Bezahltarife können leider nur in USD beglichen werden, es wäre wichtig, dass auch EUR als Währung akzeptiert würden.

Kostenloser Tarif: www.benchmark.com

SendInBlue

sendinblue

Der französische Anbieter SendInBlue schenkt Ihnen bis zu 9000 E-Mails pro Monat. Es gibt allerdings einen kleinen Haken: pro Tag können Sie maximal 300 E-Mails versenden. Wenn Ihnen dieses Korsett nicht zu eng ist, da Sie Ihre Newsletter vielleicht sowieso tröpfenweise als Automatisierung versenden, dann sind sie hier richtig. Wichtig zu wissen ist noch, dass Newsletter im kostenlosen Tarif einen kleinen SendInBlue Banner enthalten.

Was uns gefällt: tolle Automationsfunktionen mit ausgezeichneter Workflow-Ansicht. Der Editor ist gut gelungen und, sollte man einmal mehr Abonnenten haben, gibt es sehr preiswerte Bezahltarife. 40.000 E-Mails für bereits 19€ pro Monat.

Was verbessert werden sollte: die Auswahl an Templates könnte etwas größer sein. Und leider ist auch hier die Zustellbarkeit ein Problem. In unseren Tests schnitt SendInBlue leider nicht allzu gut ab.

Kostenloser Tarif: www.sendinblue.com

Video: was es zu beachten gibt beim Newsletter-Versand

> Newsletter2Go testen
> CleverReach testen

Diese deutschsprachigen Anbieter haben bereits alles im Gepäck, was Sie für einen kleinen Newsletter benötigen – egal ob mit Bildern, also im HTML-Format, oder rein textbasiert. Falls Ihnen das nicht reichen sollten, können Sie aber auch einen Blick auf diese englischsprachigen Newsletter-Programme werfen:

Internationale Newsletter-Programme (englischsprachig)

Anbieter Leistung kostenloser Tarif Kommentare
MailerLite
(Testbericht)
1.000 Empfänger mit unbegrenzten E-Mails Beim kostenlosen Tarif von MailerLite haben Sie erfreulicherweise keine Limitierungen bei den Funktionen. Das schließt den Autoresponder, die Webformulare und den Support mit ein. Die Bezahltarife sind erschwinglich und die Empfängerdaten werden innerhalb der EU gehostet.
MailChimp
(Testbericht)
2.000 Empfänger mit bis zu 12.000 E-Mails pro Monat. Im Gegensatz zu MailerLite bietet MailChimp nicht die volle Bandbreite an Funktionen im kostenlosen Tarif. Dafür darf man bis zu 2.000 Empfänger in seinen Account laden. Die Bezahltarife sind relativ teuer und werden ausschließlich in USD abgerechnet. Zudem baut Mailchimp einen kleinen Werbebutton in jede versendete E-Mail.

MailerLite

mailerlite

Mailerlite ist erfreulich einfach zu benutzen. Das klare Design macht Spaß, insbesondere bei den responsiven Newsletter-Vorlagen. Mailerlite erlaubt einem bis zu 1000 Abonnenten anzusammeln und diese so oft anzuschreiben wie man möchte – alles kostenlos. Man bekommt sogar vollen Zugriff auf alle Funktionen (inklusive Autoresponder und Automationen)! Der einzige kleine Malus ist der kleine graue Mailerlite-Werbebutton, der die E-Mails des kostenlosen Tarifs „verziert“.

Was uns gefällt: der Editor ist einfach toll und auch die Funktionsvielfalt kann überzeugen. Dass man seine 1000 Empfänger unbegrenzt oft anschreiben kann, ist klasse. Und sollte man einmal in einen Bezahltarif wechseln, wird man nicht gleich geschröpft – die Preise sind nämlich sehr moderat. Und dann gibt es noch tolle Zusatzfunktionen wie Anmelde-Pop-ups und Landing Pages.

Was verbessert werden sollte: es gibt keine Spam- oder Design-Testfunktionen. Zudem fehlt eine deutsche Oberfläche und Support. Die Abrechnung erfolgt leider ausschließlich in USD.

Kostenloser Tarif: www.mailerlite.com

Mailchimp

mailchimp

Wer kennt die Firma nicht? Sie ist fast so etwas wie ein Synonym für E-Mail Marketing. Aber wie gut ist Mailchimp? Zumindest bekommt man 2000 Empfänger mit bis zu 12.000 E-Mails monatlich umsonst (mit kleinem Werbebanner). Mailchimp liefert eine solide E-Mail Marketing Software, die durchaus mit den besten weltweit mithalten kann.

Was uns gefällt: die Templates und der Editor sind sehr stark. Ein großer Vorteil bei Mailchimp sind auch die zahlreichen Integrationen mit anderen Plattformen (Ecommerce, CMS, CRM etc.).

Was verbessert werden sollte: erstaunlicherweise ist Mailchimp beim Thema Automationen hinten dran. Fast alle Wettbewerber haben hier schon wesentlich bessere Lösungen am Start. Verlässt man den kostenlosen Tarif, dann ist der Affenmailer (der ausschließlich in USD abrechnet) leider auch nicht mehr ganz so preiswert. Deutscher Support und Editor wären auch wünschenswert.

Warum gibt es überhaupt kostenlose Tarife?

Der Grund ist folgender: der Anbieter möchte, dass Sie sich an die Software gewöhnen, so dass Sie später möglichst in einen Bezahltarif wechseln. Denn ab einer bestimmten Verteilergröße ist das Newsletter Tool dann leider nicht mehr kostenlos (die genauen Limits finden Sie weiter unten in der Tabelle). Freemium nennt sich dieses Modell. Außerdem gibt es in der Regel einen kleinen Werbebutton in der Fußzeile des Newsletters.

Falls es nicht komplett kostenlos sein muss, können Sie sich auch unseren Newsletter-Kostenrechner ansehen. Dort vergleichen Sie ganz einfach die Preise der wichtigsten Newsletter-Services im deutschsprachigen Raum.

Welche Leistungen bieten die gratis Newsletter Tools?

cloudDie Anbieter, die wir in diesem Artikel besprechen, sind allesamt „gehostete“ E-Mail Marketing Lösungen. Cloud-basiert kann man auch sagen, aber das ist nur ein weiteres Fremdwort.

Im Grunde bedeutet das ganz einfach, dass die Software wie auch Ihre Daten auf dem Server des Anbieter gespeichert werden. Sie greifen auf das Newsletter Tool einfach über Ihren Web-Browser zu und müssen auf Ihrem Rechner nichts installieren.

Auch brauchen Sie keinen eigenen Mailserver aufsetzen, was extrem praktisch ist. So müssen Sie sich selbst keine Sorgen über Zustellproblematiken bei den einzelnen E-Mail Anbietern wie beispielsweise GMX oder Gmail machen. Denn das ist eine komplette Wissenschaft für sich.

Außerdem wird Sie folgendes freuen: die Rückläufer (Bounces) werden automatisch deaktiviert. Vorbei sind die Zeiten, in denen Ihr Postfach von “Mailer-Daemon” Nachrichten verstopft wird. Und wenn einer Ihrer Abonnenten keine Lust mehr auf den Newsletter hat, kann er sich über den Abmeldelink selbst austragen.

Zu guter Letzt haben Sie auch noch den Vorteil der Statistiken. Dadurch sehen Sie wer Ihre Newsletter öffnet und die darin enthaltenen Links klickt.

Fazit

mailFalls Sie Ihren Newsletter aktuell per Outlook versenden oder das aus Kostengründen auch nur in Erwägung ziehen, sollten Sie das auf jeden Fall nochmal überdenken.

Mit einer professionellen Newsletter-Software haben Sie nicht nur eine Listenverwaltung und automatische Rückläufer-Verwaltung, Sie können des Weiteren auch Anmeldeformulare erstellen, so dass Interessenten sich automatisch anmelden können.

Sehen Sie sich genau an, welches Newsletter Tool Sie am benutzerfreundlichsten finden und machen Sie sich auch Gedanken über den Funktionsumfang – jetzt und in Zukunft. Ein Wechsel ist natürlich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich und sollte Sie nicht davon abhalten, möglichst bald in die Welt des E-Mail Marketings einzusteigen.

Tipp: Hier finden Sie unseren kostenlosen E-Mail Marketing Crash Kurs. Darin lernen Sie Schritt für Schritt, was es alles zu beachten gibt beim Newsletter-Versand und wie Sie erfolgreich starten.

 

Falls Sie noch Fragen zu diesem Thema haben, freue ich mich über Ihren Kommentar!

 

Letzte Updates:

30.10.2018 – Komplettes Update, Profile der Newsletter Tools ergänzt.

Bilder: benicce/photocase, erikmoberg.net/iconmaker.php

 
 
 
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