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Die 7 größten Fehler beim E-Mail Marketing und wie man sie vermeidet

Author

13 Mai 2016

Robert Brandl

email marketing fehler

Der Absenden-Button im Newsletter Tool ist schnell gedrückt. Aber was, wenn sich jetzt ein Fehler eingeschlichen hat? Oder noch schlimmer – wenn das ganze Konzept des Newsletters ein Fehler ist.

Hier sieben der gröbsten Fehler und wie man sie vermeidet:

1. Nicht aus der Empfänger-Perspektive gedacht

Mit Abstand der schimmste Fehler: ein Versender, der nur Marketingbotschaften in die Empfänger pumpen will, wird es nicht weit bringen.

Beispiel Mobilfunkanbieter: ein neuer Newsletter-Abonnent braucht auf seinen gesamten Lebenszyklus gesehen nur ganz kurze Zeit Infos zu Tarifen und neuen Handys. Eben genau solange, bis er der Vertrag abgeschlossen hat. Danach interessiert er sich erst mal 22 Monate lang nicht mehr dafür. Es nützt also wenig ihm ständig neue Handyangebote zu senden. Besser: nützliche und eher serviceorientierte Nachrichten mit echtem Mehrwert!

Weitere Fehler dieser Art:

  • Der Newsletter ist zu lang (Klorolleneffekt). Moderne E-Mail Clients wie Gmail kürzen die Nachricht dann dankbarerweise automatisch.
  • Der Newsletter erscheint zu häufig: dem Kunden ist egal, ob beim Marketingmeeting beschlossen wurde, dass der Newsletter monatlich erscheinen muss. Wenn es nichts interessantes zu berichten gibt, ersparen Sie Ihrem Kunden bitte die Belästigung.

E-Mail Marketing Fehler

2. Senden ohne Einverständnis des Empfängers

Schadet nicht nur dem Ruf der Firma (wer hasst Spammer nicht?), sondern kann im Falle einer Abmahnung auch sehr teuer werden. Hier erfahren Sie, was es im E-Mail Marketing Recht zu beachten gilt.

3. Inhalte fehlerhaft

Ganz ungünstig ist es natürlich, wenn man Preise verschickt und diese nicht stimmen. Ebenfalls hoch in der Liste:

  • Personalisierung funktioniert nicht („Sehr geehrter Herr Mustermann“)
  • Fehlerhafte Verlinkungen
  • Formulare, die die Nachricht schlucken, aber nicht absenden
  • Rechtschreibfehler

Vor Versand sollte der Newsletter auf jeden Fall nochmal von einer zweiten Person gecheckt werden. Ist das nicht möglich, kann es helfen einfach nochmal eine Nacht darüber zu schlafen.

4. Fehler rund um die Betreffzeile

Die Betreffzeile entscheidet in der Regel darüber, ob der Empfänger überhaupt öffnet. Hier ein paar mögliche Fehler:

  • Kernbotschaft steht zu weit hinten
  • Betreffzeile insgesamt zu lang
  • Text ist zu werblich – sachliche Texte funktionieren fast immer besser
  • Sonderzeichen werden nicht richtig dargestellt (Vorsicht bei €, ™, © und dergleichen)
  • Die richtige Länge kann man entweder mit dem Betreff Checker oder eben durch Tests an verschiedene E-Mail Clients feststellen.

5. Darstellung des HTML-Newsletters fehlerhaft

Leider immer noch eines der Problemthemen im E-Mail Marketing: zerschossene Newsletter. E-Mail Clients, wie Lotus Notes und Outlook, die Standards ignorieren, können aufgrund der Popularität ihrerseits leider nicht ignoriert werden. Lösen kann man das Problem mit einem guten Newsletter Tool, das entsprechende Testmechanismen bietet.

Heutzutage ist es des weiteren extrem wichtig, dass der Newsletter auch auf mobilen Endgeräten ordentlich aussieht – Stichwort „responsive“. Nutzen Sie deswegen ein Template, das sich für Smartphones und Tablets genauso eigenet wie für Desktop-Computer.

Des Weiteren sind eingebettete Videos selten eine gute Idee. Besser: ein Screenshot, der auf die Videoseite verlinkt. Hier ein paar Erkenntnisse dazu.

6. Einsatz zu vieler Grafiken

Immer mal wieder bekomme ich einen Newsletter, der eigentlich nur aus Bildern besteht. Wer sie nicht herunterlädt, erfährt leider nie den tieferen Sinn der E-Mail. Achten Sie also darauf, dass Sie ein vernünftiges Verhältnis zwischen Text und Grafiken einhalten. Ansonsten landet die E-Mail vielleicht sogar im Spamordner, da sie vom Spamfilter nicht verstanden wird.

7. Falscher Versandzeitpunkt

Es wurde schon viel über den optimalen Versandzeitpunkt geschrieben. Meine Erfahrung ist folgende:

  • Newsletter nicht mitten in der Nacht versenden – sonst konkurrieren Sie am nächsten morgen mit allen anderen neuen E-Mails
  • Im B2B-Bereich: nicht unbedingt Freitags versenden – eine E-Mail, die man am Freitag erhält und nicht öffnet, ist am Montag bereits ‚von letzter Woche‘.

Fazit

Das gesamte E-Mail Marketing leidet darunter, dass tagtäglich so viele irrelevante Newsletter versendet werden. Und wenn E-Mail Marketing mit seinem Ruf zu kämpfen hat, dann kommt das meiner Meinung nach nicht von Spammern – die Spamfilter sind inzwischen sehr gut – sondern von den nutzlosen Werbe-E-Mails, die die Unternehmen fast immer völlig legal an ihre Kunden herumschicken.

Bitte beachten Sie vor allem den ersten Punkt und verhelfen Sie so dem Medium Newsletter wieder zu einem besseren Ansehen!