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Ehrlich gesagt hab ich den Überblick darüber verloren, wie viele E-Mails ich von Unternehmen bekomme, von denen ich eigentlich gar nichts hören möchte.
Und das obwohl ich schon so oft auf „Abmelden“ geklickt habe. Die E-Mails kommen einfach immer weiter. Nerviiig!
Ich werde keine Namen nennen, aber sagen wir es mal so – ich werde definitiv nichts bei diesen Unternehmen kaufen, egal, wie oft sie mir E-Mails schicken. 😁
Vielleicht zögern Sie genau aus solchen Gründen, E-Mail-Marketing zu betreiben, um Leads zu generieren. Denn wer will schon als E-Mail-Spammer gelten.
Dabei verpassen Sie allerdings eine große Chance, Ihren Kundenstamm zu vergrößern und vielleicht sogar viele Umsätze zu erzielen. Schließlich kann Ihnen der ROI für E-Mail-Marketing umgerechnet etwa rund 32-40 Euro für jeden investierten Euro einbringen, den Sie für Ihre E-Mail-Kampagne ausgeben.
Deshalb zeigen wir Ihnen heute, wie Sie mit E-Mail-Marketing Leads generieren können, und zwar auf eine Weise, die begeistert statt irritiert. Außerdem stellen wir Ihnen 10 Best Practices vor, mit denen Sie Ihr E-Mail-Marketing und Ihre Lead-Generierung auf ein neues Niveau heben können, um eine erstklassige E-Mail-Marketing-Strategie zu entwickeln.
Lead-Generierung durch E-Mail-Marketing: Zusammenfassung
Wenn Sie mit E-Mail-Marketing wirksam Leads generieren möchten, brauchen Sie eine gut durchdachte Strategie. Das heißt, Sie müssen unter anderem, die idealen Leads für Ihr Unternehmen identifizieren und einen E-Mail-Funnel einrichten, damit aus Leads Kund:innen werden.
Ihre Strategie sollte sich außerdem auf die richtige E-Mail-Marketing-Software stützen, damit Sie Ihre E-Mails regelmäßig testen können und Konversionen und Umsätze maximieren.
Was sind E-Mail-Leads?
Leads sind Personen, die Interesse an den Produkten bzw. Dienstleistungen Ihres Unternehmens gezeigt haben. Demnach sind E-Mail-Leads Kundenkontakte, die Sie in der Regel über ein E-Mail-Anmeldeformular – z.B. ein Anmeldeformular für Newsletter (Artikel auf Englisch) – gesammelt haben. E-Mail-Leads werden auch als E-Mail-Marketing-Leads bezeichnet.
Hinter einem E-Mail-Lead kann eine Person oder ein Unternehmen stecken. Letzteres trifft vor allem dann zu, wenn Sie im B2B-Business (Business-to-Business) tätig sind und E-Mail-Marketing zur Lead-Generierung betreiben, um mehr Umsatz zu erzielen.
Aber egal, ob Sie Leads im B2B oder im B2C-Bereich (Business-to-Consumer) generieren möchten – sie sollten sich bewusst machen, dass E-Mail-Leads nicht mit Kund:innen gleichzusetzen sind, da sie noch nichts bei Ihnen gekauft haben!
In gewisser Weise besteht ja schon Interesse an Ihrem Angebot. Ihre Aufgabe ist es jetzt, die Leads zu pflegen (mehr dazu später), damit sie Ihre Produkte kaufen bzw. Ihre Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
Was ist Lead-Generierung?
Sie wissen nicht genau, wie Sie mit Hilfe von E-Mails Leads generieren können? Hier kommt E-Mail-Marketing für die Lead-Generierung ins Spiel.
Bei der Lead-Generierung sammeln Sie qualifizierte Kontaktdaten für Ihr Unternehmen. Diesen Schritt sollten Sie beim Aufbau Ihrer E-Mail-Versandliste nicht außer Acht lassen.
Natürlich wäre es schön, wenn Kontaktdaten einfach vom Himmel fallen und in Ihrer Versandliste landen würden. Aber das passiert leider nicht. Sie müssen E-Mail-Marketing betreiben, um qualitativ hochwertige Leads zu gewinnen.
Selbst wenn die Kontaktdaten den Weg in Ihre E-Mail-Liste gefunden haben, hört die Arbeit nicht auf. Denn im Anschluss müssen Sie die Beziehung zu den Leads pflegen und sie dazu bringen, Ihre Produkte bzw. Dienstleistungen zu kaufen.
E-Mail-Marketing für Lead-Generierung umfasst in der Regel folgende Aufgaben:
- E-Mail-Formulare einrichten, über die sich User in Ihre E-Mail-Liste eintragen können
- Lead-Magnete* erstellen, die einen Anreiz für ein Abonnement bieten
- Beziehung zu den Leads pflegen – per E-Mail – bis sie einen Kauf tätigen
*Was ein Lead-Magnet ist, erfahren Sie unter Punkt 3 unten
Wie wichtig ist eine Strategie zur Lead-Generierung?
Die Lead-Generierung kostet Zeit und Geld. Natürlich möchten Sie, dass sich diese Investition so weit wie möglich auszahlt. Daher müssen Sie sich überlegen, wie Sie über E-Mail-Marketing Leads generieren werden.
Ihre Strategie zur Lead-Generierung sollte folgende Fragen beantworten:
- Wer wird Ihre Strategie beaufsichtigen und umsetzen? Sorgen Sie dafür, dass die entsprechenden Personen für diese Aufgabe ausreichend geschult sind.
- Wie lange werden Sie Ihre Strategie zur E-Mail-basierten Lead-Generierung verfolgen? Geben Sie eine feste Zeitspanne vor, nach deren Ablauf Sie die Ergebnisse Ihrer Bemühungen auswerten. Sie können die Zeitspanne verlängern, wenn sich Ihre Strategie als sehr wirksam erweist!
- Wie viele Ihrer Ressourcen können Sie für die Lead-Generierung per E-Mail aufwenden? Stellen Sie genügend Ressourcen bereit, um auch ein wenig herumprobieren zu können. Es sollten aber nicht zu wenige sein, damit Ihre Bemühungen nicht zum Scheitern verurteilt sind.
Statistiken belegen, dass E-Mail-Marketing der effektivste Kanal zur Lead-Generierung ist. Und bei richtiger Umsetzung können Ihre E-Mail-Marketingkampagnen einen ROI von bis zu 3.600% erzielen!
Sehen wir uns also einige bewährte Methoden an, mit denen Sie die Anzahl – und die Qualität – der per E-Mail generierten Leads maximieren können:
Lead-Generierung per E-Mail-Marketing: 10 Best Practices
1. Identifizieren Sie Ihre idealen Leads
Eine effektive Lead-Generierung beginnt damit, dass Sie wissen, welche Leads Sie für Ihr Unternehmen gewinnen möchten.
Nehmen wir an, Sie betreiben eine Agentur für Website-Texte. Wären E-Mail-Leads für einen Klempnerbetrieb in dieser Situation für Sie von Nutzen? Wahrscheinlich nicht.
Die idealen Leads für Ihr Unternehmen sind diejenigen, die zu Ihrer Zielgruppe gehören. Falls Sie noch nicht wissen, wer Ihre Zielgruppe ist, finden Sie hier einige Fragen, die Ihnen dabei helfen, das herauszufinden:
- Welches sind die Probleme, die Ihre Produkte und Dienstleistungen lösen können? Personen, die mit diesen Problemen kämpfen, könnten Ihre Zielgruppe sein. Wenn Sie beispielsweise Schmerzmittel verkaufen, könnten Menschen mit chronischen Rückenschmerzen zu Ihrer Zielgruppe gehören.
- Wer könnte von Ihren Produkten und Dienstleistungen profitieren? Wenn Sie jedoch Umstandsmode verkaufen, dann könnten schwangere Frauen Ihre idealen Leads sein.
- Wie sieht das demografische Profil Ihrer Kund:innen aus? Welchen Hintergrund haben sie? Wie alt sind sie? Richten sich Ihre Produkte und Dienstleistungen an Personen eines bestimmten Geschlechts?
Verwenden Sie die über Ihre Zielgruppe gewonnenen Erkenntnisse, um Ihre idealen Leads zu identifizieren. Anschließend müssen Sie es schaffen, „qualifizierte Leads“ zu gewinnen. Ein qualifizierter Lead ist ein Geschäftskontakt, der vom Marketingteam generiert und vom Vertriebsteam bewertet wurde und dem Profil eines:r idealen Kund:in mit Kaufabsicht entspricht.
Wenn das geklärt ist, können Sie mit den folgenden Schritten weitermachen:
2. Eine gute E-Mail-Marketing-Software aussuchen
Ihre Strategie zur Lead-Generierung sollte durch die richtige Newsletter-Software unterstützt werden. Die Auswahl an Newsletter-Tools ist groß, wir empfehlen jedoch, Software in die engere Wahl zu nehmen, die folgende Kriterien erfüllt:
- Ist einfach zu bedienen: Das Newsletter-Tool sollte anwendungsfreundlich sein und Ihnen helfen, Ihre E-Mail-Marketing-Kampagne ohne großen Aufwand einzurichten.
- Enthält Funktionen, die Sie für die Lead-Generierung per E-Mail-Marketing benötigen: Wenn Sie moderne E-Mail-Automation, Lead-Segmentierung oder A/B-Tests durchführen möchten, sollte Ihre E-Mail-Marketing-Software diese Features bereitstellen.
- Ist mit anderer Software, die Sie nutzen, verknüpft: Verwenden Sie Sales-Funnel-Software oder ein CRM für Ihr Kleinunternehmen? Das E-Mail-Marketing-Tool, für das Sie sich entscheiden, sollte Schnittstellen zu diesen Anbietern haben und Ihre Leads nahtlos an diese weiterleiten.
- Bietet Lead Scoring: Einige Anbieter von Newsletter-Software verfügen über ausgeklügelte Funktionen zur Kontakt- und Listenverwaltung, beispielsweise Lead Scoring (Artikel auf Englisch). Dieser Prozess der Lead-Bewertung kann automatisiert sein und hilft beim Erkennen, welche Interessierten „heiß“ oder „kalt“ sind.
- Passt zu Ihrem Budget: Überlegen Sie, wie viel Geld Sie monatlich oder vierteljährlich für die Lead-Generierung per E-Mail-Marketing ausgeben können. Die Kosten für die Nutzung Ihrer bevorzugten E-Mail-Marketing-Software müssen zu diesem Marketingbudget passen.

EmailTooltesters Kosten-Rechner für Newsletter-Tools
Unser Artikel zu den besten Newsletter-Tools hilft Ihnen, die richtige E-Mail-Marketing-Software für die Lead-Generierung zu finden.
Sie freuen sich sicherlich zu hören, dass viele hervorragende Newsletter-Tools kostenlos sind!
>> Haben Sie schon Ihre E-Mail-Adresse authentifiziert? Hier erfahren Sie, wie das geht.
3. Ansprechende Lead-Magnete erstellen
Ein Lead-Magnet ist ein Gratisgeschenk, das Sie als Gegenleistung für die Aufnahme in Ihre Kontaktliste bieten. Im besten Fall können Lead-Magnete sehr gut Leads anziehen – daher auch der Begriff „Magnet“.
Lead-Magnete können folgende Formate aufweisen:
- E-Books
- Checklisten
- Video-Tutorials
- Druckbare Schautafeln
- Quizze
Wichtig ist jedoch, dass Sie sich für ein Format entscheiden, das für Ihre idealen Leads interessant ist. Ansonsten gibt es für Ihre Leads möglicherweise keinen Grund, sich in Ihre Kontaktliste einzutragen.
Beispiel: Sie haben einen Blogbeitrag veröffentlicht, in dem Sie Neulingen auf dem Gebiet der Fotografie die Bildbearbeitung nahebringen. In diesem Fall könnten Sie die Foto-Presets (Voreinstellungen) für die Bildbearbeitung als kostenlosen Lead-Magnet liefern.
Wenn Sie über Ihre Website Leads generieren, können Sie denselben Lead-Magneten auf Ihrer gesamten Website anbieten. Besser ist es jedoch, wenn möglich, separate Lead-Magnete für einzelne Seiten Ihrer Website zu erstellen.
Damit können Sie die Relevanz Ihrer Lead-Magnet-Angebote steigern – und somit auch die Anzahl der Website-Besucher:innen, aus denen Newsletter-Abonnent:innen werden (Artikel auf Englisch).
Hier ist ein Beispiel unseres eigenen Lead-Magneten: ein kostenloses E-Book. Einfach unten auf den Banner klicken, um reinzuschauen:
Und falls Sie ein Exemplar möchten, unten das Formular ausfüllen!
Wenn Sie noch keinen Lead-Magneten haben, könnte Ihnen Künstliche Intelligenz (KI) helfen, Ideen zu sammeln und sogar den Magneten zu erstellen. ChatGPT ist ein leistungsstarker (und kostenfreier) KI-Chatbot für die Erstellung von Inhalten. Oder sehen Sie sich unsere umfangreichen Lead-Magnet-Beispiele an!
4. E-Mail-Formulare einrichten
Kommen wir nun zu dem Element, mit dem Sie E-Mail-Adressen sammeln werden: dem E-Mail-Formular!
Zwar gibt es spezielle Online-Formular-Tools, doch Ihre Newsletter-Software sollte eine gute Auswahl an Optionen zum Erstellen und Anpassen von E-Mail-Formularen bieten. Hier sind zum Beispiel einige E-Mail-Formularvorlagen, die von Kit angeboten werden.

Ihr E-Mail-Formular sollte mindestens Folgendes enthalten:
- ein Feld zur Eingabe der E-Mail-Adresse
- en Call-to-Action-Button, auf den geklickt werden kann, um das Interesse an einem Abonnement zu signalisieren
Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen, auch ein Formularfeld einzufügen, in dem die User ihren Vornamen angeben können.
Warum? Weil Sie auf diese Weise die Leads in Ihren E-Mails namentlich ansprechen können. Sie werden überrascht sein, wie diese persönliche Ansprache (Artikel auf Englisch) Ihre Geschäftskontakte an Ihr Unternehmen binden kann!
Ihr Newsletter-Anmeldeformular sollte darüber hinaus Folgendes enthalten:
- eine ansprechende Überschrift, die Aufmerksamkeit erregt und die Leser:innen dazu bringt, Ihr E-Mail-Formular zu lesen
- ein gut gestaltetes Bild des Lead-Magneten, das den Wunsch erzeugt, das Gratisgeschenk haben zu wollen
Und wie sollten Ihre E-Mail-Formulare farblich gestaltet sein?
Aus Gründen der Markenkonsistenz sollten die Farben Ihrer E-Mail-Formulare mit denen Ihres Markenauftritts identisch sein. Versuchen Sie gleichzeitig, auffällige Farben für die Formular-Überschriften und Call-to-Action-Buttons zu verwenden, um Aufmerksamkeit zu erregen.
5. Leads segmentieren
Sobald Sie über Ihre E-Mail-Formulare Leads generieren, segmentieren Sie sie in Gruppen (Artikel auf Englisch).
Auf diese Weise können Sie Ihren Leads noch relevantere und wertvollere Inhalte per E-Mail zusenden und sie so dazu bewegen, Ihre Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, anstatt sich vom Newsletter abzumelden (mehr zur Lead-Pflege unter Punkt 7).
Als Filmemacherin von Reisedokumentationen werden Sie vielleicht feststellen, dass sich Ihre Leads in 2 große Kategorien einteilen lassen:
- Reisebegeisterte, also Menschen, die gerne reisen
- Filmschaffende, also Menschen, die sich fürs Filmemachen interessieren
Sie sollten daher Ihre Leads den unterschiedlichen Interessen entsprechend in „Reisebegeisterte“ und „Filmschaffende“ unterteilen.
Auf dieser Grundlage können Sie:
- reiselustigen Personen mehr E-Mails mit reisebezogenen Inhalten schicken
- Filmschaffenden mehr E-Mails mit Bezug zum Filmemachen schicken
(Und wenn Sie Leads haben, die in beide Gruppen fallen, können Sie ihnen wertvollen Content sowohl zum Reisen als auch Filmemachen schicken!)
Informieren Sie sich in Ihrer Newsletter-Software, wie Leads segmentiert werden. Normalerweise müssen Sie Ihre Leads taggen oder Sie einer Abonnentengruppe zuordnen. In diesem Screenshot sehen Sie das Feature zum Taggen der Kontakte in ActiveCampaign:

Brevo erlaubt den Usern zum Beispiel, sich in die Liste(n) einzutragen, für die sie sich am meisten interessieren.
6. Betreffzeilen verfassen, die zum Öffnen der E-Mails animieren
Die Betreffzeile ist das Erste, was Ihre Leads von der empfangenen E-Mail sehen. Wenn die Betreffzeile nicht interessant genug ist, öffnen sie die E-Mail vielleicht gar nicht.
Personen, die stark beschäftigt sind, könnten Ihre E-Mail sofort löschen. Und das wollen Sie sicherlich nicht.
Versuchen Sie daher, mit Ihrer Betreffzeile einen starken ersten Eindruck zu hinterlassen. Hier sind einige Tipps:
- Halten Sie Ihre Betreffzeile kurz: Nutzen Sie die Betreffzeile als Einstieg in Ihre E-Mail – den eigentlichen Inhalt sollten Sie sich für den Hauptteil der E-Mail aufheben.
- Erzeugen Sie Neugierde: Verfassen Sie Ihre Betreffzeile so, dass eine Wissenslücke bei den Lesenden entsteht, die neugierig macht. Wenn sie dann mehr erfahren möchten, müssen sie Ihre E-Mail öffnen!
Vermeiden Sie außerdem Wörter und Formulierungen, die als Spam eingestuft werden könnten.
E-Mail-Clients wie Gmail und Outlook tendieren dazu, E-Mails, die Begriffe wie „gratis“, „Preis“ und „Jetzt bestellen“ enthalten, als Spam zu behandeln. Verwenden Sie diese Wörter, soweit möglich, nicht in Ihren Betreffzeilen, damit Ihre E-Mails dieses Schicksal nicht erleiden.
Und zu guter Letzt testen Sie Ihre Betreffzeilen vor dem Senden Ihrer E-Mails!
7. Lead-Pflege
Zwar ist es möglich, dass ein Lead sofort nach der Eintragung in Ihre E-Mail-Liste konvertiert, doch das passiert nicht oft. Bevor Sie einen Umsatz erzielen, müssen Sie für gewöhnlich Ihre Leads pflegen. Anders gesagt, Sie müssen eine Beziehung zu ihnen aufbauen und sie dazu bringen, bei Ihnen zu kaufen. Diese Leads werden auch „qualifizierte Leads“ genannt.
Das können Sie erreichen, indem Sie Ihren Leads regelmäßig E-Mails senden, um sie über Folgendes zu informieren:
- wer Sie sind und in welchem Bereich Ihr Unternehmen tätig ist
- die Produkte und Dienstleistungen, die Sie anbieten
- für wen sich Ihre Produkte und Dienstleistungen eignen
- Themen mit Bezug zu Ihren Produkten und Dienstleistungen, um Ihre Autorität und Expertise aufzubauen
Sie können Ihre E-Mail-Sequenz zur Beziehungspflege auch mit relevanten Angeboten spicken, wobei Sie größere Angebote erst in späteren Phasen der Sequenz vorstellen sollten.
Konzentrieren Sie sich jedoch darauf, einen Mehrwert zu bieten, bevor Sie mit der Werbung für Ihre Produkte beginnen. Versuchen Sie, nicht zu aufdringlich zu wirken. Aufdringliches Verhalten kann dazu führen, dass sich Leads abmelden.
E-Mails manuell an alle Ihre Leads senden zu müssen, kann recht mühsam sein. Das entfällt mit einem Newsletter-Tool, mit dem Sie Autoresponder und komplexere automatisierte E-Mail-Kampagnen einrichten können. Ihre Leads erhalten dann automatisch Ihre Nurture-E-Mails nach einem vorher festgelegten Versandplan.
Hier sehen Sie ein Beispiel eines in Mailchimp eingerichteten Autoresponders.

8. E-Mail-Funnel vorab testen
Ihr E-Mail-Funnel bezeichnet einen Prozess in Form eines Trichters, den Ihre Leads durchlaufen, wenn sie sich in Ihre E-Mail-Liste eintragen. Mit einer Abfolge von E-Mails bauen Sie eine Beziehung zu Ihren Leads auf, die dann (hoffentlich) zu Kund:innen werden.
Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren E-Mail-Funnel vor dem Versand der E-Mail-Sequenz testen. Sie möchten doch sicherlich keine Umsätze verlieren, nur weil es Probleme mit Ihrem E-Mail-Funnel gibt. Probleme könnten zum Beispiel sein:
- Ihre Leads erhalten die falschen E-Mails.
- Ihre Links funktionieren nicht.
- Ihre Links verweisen auf die falschen Landingpages
Zum Testen Ihres E-Mail-Funnels geben Sie vor, ein Lead zu sein und melden Sie sich an Ihrer eigenen E-Mail-Liste an. Prüfen Sie anschließend die E-Mails, die Sie nacheinander erhalten. Beispiel:
- Erhalten Sie die E-Mails in der richtigen Reihenfolge?
- Wendet Ihre Newsletter-Software die richtigen Tags auf Ihre E-Mail-Adresse an?
- Funktionieren die Links in Ihren E-Mails?
Wenn alles gut aussieht, ist Ihr E-Mail-Funnel einsatzbereit und Sie können loslegen. Ein statischer E-Mail-Funnel ist allerdings keine gute Idee. Daher sollten Sie regelmäßig A/B-Tests zu den Betreffzeilen und zum Text Ihrer E-Mails durchführen, um die Konversionsrate zu verbessern.
9. Regelmäßige Prüfung Ihrer E-Mail-Kennzahlen
Wie wirksam ist Ihr E-Mail-Funnel beim Gewinnen und Konvertieren von Leads? Die E-Mail-Kennzahlen können nützliche Einblicke liefern. Hier ist ein Bericht eines Newsletters, den wir über MailerLite versendet haben.

E-Mail-Kennzahlen bezeichnen Datenpunkte, die Aufschluss darüber geben, wie Leads mit Ihrem E-Mail-Funnel interagieren. Behalten Sie beim Durchführen Ihres E-Mail-Funnels folgende E-Mail-Kennzahlen im Blick:
- Konversionsrate des Formulars: Wie viele Personen tragen sich in Ihre E-Mail-Liste ein, nachdem ihnen Ihr Anmeldeformular angezeigt wurde?
- Öffnungsrate: Wie hoch ist der Prozentsatz der Leads, die Ihre E-Mails nach dem Empfang öffnen? Ihre Öffnungsrate sollte idealerweise bei 15%–25% oder höher liegen. Das ist unter anderem abhängig von Ihrer Branche.
- Klickrate: Wie oft wird auf die Links in Ihren E-Mails geklickt?
- Umsatz-Konversionsrate: Welcher Prozentsatz an Leads kauft bei Ihnen, nachdem sie Ihre E-Mails erhalten?
- Abmelderate: Welcher Prozentsatz an Leads meldet sich nach dem Erhalt Ihrer E-Mails ab?
Anhand der Datenanalyse können Sie entscheiden, wie Sie Ihren E-Mail-Funnel verbessern können.
Wenn beispielsweise die Öffnungsrate Ihrer ersten E-Mail tendenziell niedrig ist, sollten Sie vielleicht die Betreffzeile dieser E-Mail überarbeiten.
Möglicherweise haben Sie es aber auch mit einer hohen Abmelderate zu tun. In diesem Fall sollten Sie vielleicht relevantere Inhalte und Angebote in Ihre E-Mails aufnehmen, um Abmeldungen zu verhindern.
10. Regelmäßige Pflege der E-Mail-Liste
Die E-Mail-Adressen in Ihrer E-Mail-Liste waren wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Anmeldung gültig, möglicherweise sind sie es aber nun nicht mehr. Das kann folgende Gründe haben:
- Änderung der E-Mail-Adresse: Vielleicht haben Ihre Kontakte zu viele Spam-Mails erhalten und wollten mit einer neuen E-Mail-Adresse neu starten.
- Wechsel des Arbeitsplatzes: In diesem Fall wurde die E-Mail-Adresse beim Ausscheiden aus dem Unternehmen womöglich deaktiviert.
Daher müssen Sie Ihre E-Mail-Liste regelmäßig pflegen, um sie aktuell zu halten und eine hohe Zustellbarkeitsrate zu gewährleisten. Wir haben einen umfassenden Leitfaden mit Best Practices für die E-Mail-Zustellbarkeit erstellt, der detailliert erläutert, wie Sie die Zustellbarkeit Ihrer E-Mails verbessern können.
Der Einsatz von Newsletter-Software kann hierbei sehr hilfreich sein. Wenn zum Beispiel E-Mails an eine bestimmte E-Mail-Adresse immer wieder nicht zugestellt werden können, kann die Software diese Adresse automatisch aus Ihrer E-Mail-Liste entfernen und auf eine Sperrliste setzen.
Einige Softwareprodukte können Ihnen auch mitteilen, welche Leads in letzter Zeit nicht mit Ihren E-Mails interagiert haben. Zu wissen, welche Abonnent:innen inaktiv sind, ist nützlich. Denn das deutet darauf hin, dass die Adressen nicht mehr gültig sind und daher gelöscht werden sollten.
Abgesehen davon können Sie Ihre Leads auch gelegentlich kontaktieren und auffordern, die bei Ihnen hinterlegte E-Mail-Adresse zu aktualisieren. Der Versand einer Aktualisierungsaufforderung ein- bis zweimal pro Jahr ist empfehlenswert.
Was bringt der Kauf von E-Mail-Leads?
Wir raten grundsätzlich davon ab, E-Mail-Leads zu kaufen. Das können wir nicht oft genug betonen.
Mit dem Kauf von Leads lässt sich Ihre E-Mail-Liste scheinbar schnell und einfach aufbauen. Sie brauchen die gekauften Leads einfach nur in Ihr Newsletter-Tool zu importieren und schon haben Sie eine schöne neue Liste mit Kontakten, denen Sie E-Mails schicken können.
Der Kauf von Leads hat allerdings Nachteile:
- Sie wissen nicht, wie diese Leads generiert wurden. Einige dieser vermeintlichen Leads haben möglicherweise keine echte E-Mail-Adresse, sondern eine sogenannte Honeypot-Adresse. Diese Honigtopf-Adresse wird von E-Mail-Clients verwendet, um Spammer zu identifizieren und auf eine schwarze Liste zu setzen.
- Die Leads haben keine Ahnung, wie Sie an ihre Adresse gelangt sind. Sie könnten sich sofort von Ihrem Newsletter abmelden oder Ihre E-Mail als Spam melden. In beiden Fällen haben Sie mit dem Adresskauf Geld verschwendet.
- Sie riskieren, damit gegen die DSGVO zu verstoßen. Bei gekauften Leads ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kontakte der Aufnahme in Ihre E-Mail-Liste nicht zugestimmt haben. Informieren Sie sich über die in Ihrem Land geltenden gesetzlichen Bestimmungen zum E-Mail-Marketing.
- Sie könnten Ihre Zustellbarkeitsrate negativ beeinflussen. Wenn Ihre E-Mails als Spam gekennzeichnet werden – sei es durch E-Mail-Programme oder Menschen – kann das negative Auswirkungen auf Ihre Absender-Reputation haben. Folglich wird es für Sie schwieriger, Ihre E-Mails in die Posteingänge Ihrer Kontakte zu bringen.
Es versteht sich von selbst, dass der Kauf von E-Mail-Leads Ihrem Unternehmen mehr schaden als nützen kann. Widerstehen Sie daher der Versuchung, da die Qualität der gekauften Leads nicht so hoch sein wird, wie sie sollte.
Wenn Sie Ihre E-Mail-Liste auf legalem Weg aufbauen, erfordert das auf jeden Fall mehr Arbeit und Zeit. Sie verbessern damit jeodch die Qualität Ihrer Leads und werden wahrscheinlich höhere Konversionsraten erzielen. Und dass Sie damit nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten, sollte auch ein guter Anreiz sein.
E-Mail-Marketing zur Lead-Generierung: Fazit
E-Mail-Marketing ist ein tolles Mittel, um Leads zu generieren, die Kundenbasis auszuweiten und Ihre Umsätze zu steigern. Für die Lead-Generierung per E-Mail-Marketing kann es jedoch gute und schlechte Vorgehensweisen geben.
Schlechtes Vorgehen:
- Sie haben keine Strategie zur Lead-Generierung.
- Sie haben E-Mail-Leads gekauft.
- Sie versenden Massen-E-Mails, ohne sie an die Bedürfnisse und Interessen Ihrer Leads anzupassen.
Dieses Vorgehen wird Ihnen nicht helfen, gute Leads zu generieren, sondern einen schlechten Ruf erzeugen und potenzielle Kund:innen davon abhalten, bei Ihnen zu kaufen.
Das richtige Vorgehen zur Lead-Generierung im E-Mail-Marketing sieht so aus:
- Informieren Sie sich, wie Sie wertvolle E-Mail-Leads für Ihr Unternehmen generieren.
- Senden Sie Ihren Leads nützlichen Content.
- Bauen Sie mit relevanten und attraktiven Angeboten eine Beziehung zu Ihren Leads auf, um Konversionen zu erleichtern.
Zusätzlich zum Befolgen dieser Best Practices sollten Sie auch in die zu Ihrer E-Mail-Marketing-Strategie passende Newsletter-Software investieren!
Falls Sie noch keine E-Mail-Marketing-Software nutzen oder den Anbieter wechseln möchten, sehen Sie sich unsere Liste der besten Newsletter-Tools an, damit Sie mit Ihrer Lead-Generierung die besten Erfolgschancen haben.
Wenn Sie Fragen haben, hinterlassen Sie uns gerne im Kommentarfeld eine Nachricht!
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Dieser Artikel wurde von unserem Expert:innenteam geschrieben und folgt unserem eigens entwickelten Testverfahren.
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