Logo
1

E-Mail Zustellbarkeit: Die besten Newsletter Tools im Detail

Author
Robert Brandl

Letztes Update: Februar 2020

Da die Zustellbarkeitsrate äußerst wichtig ist für den Erfolg oder Misserfolg einer Newsletter-Kampagne, testen wir hier regelmäßig die wichtigsten 10 Anbieter für den deutschen Markt. Etwa alle 6 Monate gibt es neue Testrunden.

Das sind die aktuellen Ergebnisse:

Deliverability im Laufe der Zeit

Hier finden Sie die durchschnittlichen Zustellbarkeitsraten. Jeder Testlauf besteht aus fünf Einzeltests. Mehr zu unserem Testverfahren erfahren Sie weiter unten.

Anbieter Jul 2017 % Mar 2018 % Jan 2019 % Jul 2019 % Feb 2020 %
Newsletter2Go  99,00 96,40 88,00 83,00 81,20
Klick-Tipp  96,20 96,80 96,40 92,40 75,40
Rapidmail 92,78 94,80 93,00 87,60 80,40
ActiveCampaign 93,80 90,20
Mailchimp 100,00 90,00 92,40 90,60 81,60
CleverReach  84,24 88,60 92,00 79,60 80,80
SendInBlue  85,28 80,80 79,40 88,80 95,40
GetResponse 81,94 80,40 85,60 85,40 75,60
Mailjet 84,80 94,60
Benchmark 70,04 79,00 54,40 41,80 45,20
Durchschnitt 88,69 88,35 85,15 82,78 80,04

Eine genauere Interpretation der Ergebnisse finden Sie in den dazugehörigen Blogartikeln:

Zustellbarkeitstest Juli 2017

Zustellbarkeitstest März 2018

Zustellbarkeitstest Januar 2019

Zustellbarkeitstest Juli 2019

Zustellbarkeitstest Februar 2020

Wo genau landen diese E-Mails?

In diesen Graphen sehen Sie wo genau diese Newsletter abgeblieben sind, sprich Posteingang, Werbe- oder Spamorder. Im schlimmsten Falle verschwanden E-Mails auch spurlos.

Zustellbarkeitsdetails Juli 2017

Zustellbarkeitsdetails März 2018

Zustellbarkeitsdetails Januar 2019

Zustellbarkeitsdetails Juli 2019

Zustellbarkeitsdetails Februar 2020

Zustellbarkeit nach Internet Service Provider (ISP)

GlockApps, was wir zum Testen nutzen, verwendet einen Querschnitt der weltweit beliebtesten E-Mail-Postfächer. Für unsere Tests verwenden wir die ISPs, die standardmäßig dort integriert sind (Gmail, Outlook, Web.de, GMX, Yahoo, Freenet etc.) und zusätzlich noch t-online, was wir speziell hinzufügen ließen, da es für den deutschen Markt eine wichtige Rolle spielt.

Von Zeit zu Zeit passt GlockApps die Gewichtung der ISPs an, um Verschiebungen in der Beliebtheit zu reflektieren.

Gmail Zustellbarkeit

Provider Jul 2017
%
Mär 2018
%
Jan 2019
%
Jul 2019
%
Feb 2020
%
Newsletter2Go 100 100 95 95 96
Klick-Tipp 100 100 100 82,67 73
Rapidmail 100 100 100 76 39
ActiveCampaign 95 76
Mailchimp 100 100 100 95 69
CleverReach 100 100 100 89 82
SendInBlue 100 100 100 95 93
GetResponse 60 100 100 95 68
Mailjet 95 91
Benchmark 100 100 0 13 34

Während es bei Gmail vergleichsweise einfach ist, zugestellt zu werden, sieht das bei Outlook ganz anders aus.

Outlook Zustellbarkeit

Provider Jul 2017
%
Mär 2018
%
Jan 2019
%
Jul 2019
%
Feb 2020
%
Newsletter2Go 100 96 80 100 40
Klick-Tipp 100 100 100 100 73,33
Rapidmail 100 94 100 100 100
ActiveCampaign 100 100
Mailchimp 100 60 78 80 80
CleverReach  0  100  100 100 61,67
SendInBlue 20 20 0 78,33 98,33
GetResponse 60 26 40 60 55
Mailjet 100 100
Benchmark 40 4 0 35 23,33

GMX / Web.de Zustellbarkeit

Provider Jul 2017
%
Mär 2018
%
Jan 2019
%
Jul 2019
%
Feb 2020
%
Newsletter2Go 100 80 80 100 100
Klick-Tipp 100 100 100 100 100
Rapidmail 100 100 100 100 / 60 100
ActiveCampaign 60 / 60 100
Mailchimp 100 100 100 100 100
CleverReach 100 100 100 100 100
SendInBlue 100 100 100 100 / 0 100
GetResponse 100 40 100 100 100
Mailjet 100 100
Benchmark 100 100 100 100 100

Besonders einfach fällt den meisten Newsletter Tools die Zustellung bei GMX und Web.de. Beide ISPs verwenden scheinbar den gleichen Spamfilter. Nur ein einziges Mal (Jul 2019) fielen uns hier unterschiedliche Ergebnisse auf. Erwähnenswert ist noch, dass Web.de alle unsere E-Mails stets in den „Unbekannt“ Ordner einsortiert. Das bringt uns direkt zum nächsten Thema:

Gmail Posteingang vs. Werbeordner

Es ist nicht ganz einfach mit einem klassischen Newsletter in den Gmail Posteingang zu kommen. Da wir aber mit Text E-Mails getestet haben, ist uns dieses Kunststück sogar manchmal geglückt.

Anteil der E-Mails im Gmail Posteingang (Primary Inbox)

Anbieter Aug 2017 % Mär 2018 % Jan 2019 % Jul 2019 % Feb 2020 %
Newsletter2Go 80 0 77 40 96,25
Klick-Tipp 85,72 50 100 62,67 72,86
Rapidmail 100 63 100 41,33 21,43
ActiveCampaign 94,67 15,71
Mailchimp 20 0 60 74,67 68,57
CleverReach 100 100 100 74,67 81,52
SendInBlue 77,14 100 100 94,67 80,00
GetResponse 60 100 100 74,67 15,71
Mailjet 54,67 48,57
Benchmark 100 100 0 6,66 13,57

So haben wir getestet

Unsere Tests beziehen sich auf die 10 der beliebtesten Newsletter-Dienste im deutschsprachigen Raum:

Mithilfe von Glockapps.com führten wir den ersten Test im Juli 2017 durch. Das umfasste 5 Einzeltests, die über mehrere Wochen gingen. Um sicherzustellen, dass die Voraussetzungen für alle Anbieter gleich sind, haben wir folgendes getan:

  • Eine Subdomain für die Absender Adresse angelegt und SPF sowie DKIM eingerichtet (wo verfügbar).
  • Immer die gleiche E-Mail verwendet (Text, manchmal mit Links, manchmal ohne).
  • An die gleiche Seedliste gesendet, in der sich 28 der wichtigsten ISPs befinden (inklusive Gmail, Outlook, Yahoo, GMX, Web.de etc.). Je nach Beliebtheit des Dienstes sind die Ergebnisse gewichtet.

Warum schneiden manche Tools so viel besser ab als andere?

Wir wüssten natürlich gerne, welches Geheimnis hinter dem Erfolg der Tools steckt, die die beste Performance erzielen. Fest steht, dass es letzten Endes oft an den ISPs liegt, ob eine E-Mail in einem Posteingang landet. Das bedeutet, die ISPs müssen dem Mailserver vertrauen, der diese E-Mail sendet.

Wenn derselbe Server auch noch für andere Kunden E-Mails verschickt, die als Spam eingestuft werden, könnte die Zustellbarkeit Ihrer eigenen E-Mails darunter leiden. Deshalb hat es bei Newsletter-Diensten höchste Priorität, immer für einen guten Ruf ihres Servers zu sorgen. Offensichtlich sind manche damit deutlich erfolgreicher als andere.

Was bedeutet das für mich?

Wenn man sich für einen Newsletter-Service entscheidet, gilt es offensichtlich einige Faktoren zu berücksichtigen, darunter Preis, Funktionalität, Benutzerfreundlichkeit usw. Wir hoffen, dass diese Ergebnisse Ihnen trotzdem dabei helfen, auf Basis der potenziellen Zustellbarkeit ein paar Dienste in die engere Auswahl zu ziehen (oder gleich auszuschließen).

Wichtig ist: Die Betonung liegt hier auf „potenziell“ – man kann nie sicher sagen, wie sich die Dinge mit der Zustellbarkeit für ein Business entwickeln. Unsere Ergebnisse vermitteln Ihnen vielleicht eine allgemeine Vorstellung davon, was Sie erwarten können und welche Punkte Sie beachten sollten, aber es kann bei Ihnen auch ganz anders verlaufen. Berichten Sie uns gerne von Ihren Erfahrungen!

So verbessere ich meine eigene E-Mail-Zustellbarkeit

Obwohl wir uns Mühe gegeben haben, dass für jedes Tool die gleichen Testbedingungen herrschen, können andere Faktoren immer eine wichtige Rolle spielen. Als Versender sind Sie dafür verantwortlich, für eine möglichst hohe Zustellbarkeitsquote zu sorgen. Dazu sollten Sie E-Mails mithilfe von SPF und DKIM authentifizieren und beim Erstellen und Versenden von E-Mails stets Best-Practice-Vorgaben einhalten. Weitere Punkte, die es zu beachten gilt, sind:

Inhalte
Versuchen Sie, nur E-Mails zu verschicken, denen die Empfänger tatsächlich zugestimmt haben, also ausschließlich, wenn Sie deren volles Einverständnis haben. E-Mails an Empfänger zu senden, ohne deren Zustimmung zu prüfen, führt zu geringen Öffnungsraten, hohen Abmelderaten und vielen Spam-Beschwerden, was alles darauf hinweist, dass Ihr E-Mailing uninteressant ist. Solche Indikatoren können sich negativ auf den Ruf als Versender auswirken und beeinflussen die zukünftige Zustellbarkeit.

Häufigkeit
Verschicken Sie nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige E-Mails an Ihre Abonnenten. Denken Sie daran, dass wir alle täglich mit E-Mails überflutet werden. Um Ihre Empfänger nicht zu überfordern, sollten Sie deshalb nur notwendige Nachrichten schicken.
Sie können Ihre Abonnenten auch bitten, in ihren Präferenzen festzulegen, wie häufig sie gerne E-Mails von Ihnen erhalten würden. So können Sie Spam-Beschwerden vermeiden.

Empfängerlisten aktuell halten
Es ist keine gute Idee, regelmäßig E-Mails an inaktive Abonnenten zu versenden, denn das kann Ihre E-Mail-Reputation und die Zustellbarkeitsquoten negativ beeinflussen. Achten Sie also darauf, sich immer mal wieder bei den weniger Aktiven auf Ihrer Liste zu melden und ihnen die Gelegenheit zu bieten, sich für oder gegen weitere E-Mails von Ihnen zu entscheiden.

Für Fragen oder Feedback können Sie hier gerne einen Kommentar hinterlassen!